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	<title>Kleingruppen &#8211; Walters Werkstatt: Theologie, Gesellschaft und Kirche</title>
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	<description>Texte aus der norddeutschen Tiefebene</description>
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	<title>Kleingruppen &#8211; Walters Werkstatt: Theologie, Gesellschaft und Kirche</title>
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		<title>Cluster, MC&#8217;s: Erfahrungen mit Gemeinschaften mittlerer Größe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 09:43:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Missionales]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Gemeinde]]></category>
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					<description><![CDATA[Neues aus Sheffield<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Fpraxis%2Fcluster-mcs-erfahrungen-mit-gemeinschaften-mittlerer-grose-aus-sheffield%2F&amp;action_name=Cluster%2C%20MC%26%238217%3Bs%3A%20Erfahrungen%20mit%20Gemeinschaften%20mittlerer%20Gr%C3%B6%C3%9Fe&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mike Breen beschreibt in einem <a title="How I choose Movement over Mega" href="http://mikebreen.wordpress.com/2012/02/04/how-i-chose-movement-over-mega-the-story-of-sheffield/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">längeren Post</a>, wie sich Missional Communities (MC&#8217;s) in der St. Thomas-Gemeinde in Sheffield entwickelt haben. Am Anfang stand das gelegentliche Treffen von 3-4 Kleingruppen, die sich für Projekte zu einem &#8222;Cluster&#8220; zusammenschlossen. Dies stellte sich als eine sehr gute Größe heraus. Die Kleingruppen kamen gern und häufig als Cluster von 20-50 Personen zusammen. Gleichzeitig entwickelte die Gemeinde eine Kultur gegenseitiger persönlicher Verantwortlichkeit. Beides zusammen ergab heftiges Gemeindewachstum. Für die so gewachsene Gemeinde brauchten sie schließlich eine ehemalige Riesen-Disko als Versammlungsraum.</p>
<p>Und nun beschreibt Breen, wie er sich entscheiden musste, in welche Richtung es weitergehen sollte: eine Megachurch bauen oder ein Netzwerk von Gemeinschaften, die nicht mehr von Hauptamtlichen geleitet werden, sondern von den Mitgliedern der Gemeinschaften selbst. Er beschloss gemeinsam mit seinen Mitarbeitern, den Fokus auf die Entwicklung der mittelgroßen Gemeinschaften zu legen, die mittlerweile &#8222;Missional Communities&#8220; hießen.</p>
<p>Das war eine unkonventionelle, aber weise Entscheidung.</p>
<p>Denn ein Jahr später stellte sich heraus, dass die ehemalige Disko gravierende Baumängel hatte und nicht mehr zu nutzen war. Von einem Sonntag zum anderen hatte die Gemeinde kein Gottesdienstgebäude mehr und überlebte in Form der MC&#8217;s, die sich an allen möglichen Orten in der Stadt trafen. Sie wurden von Gemeindegliedern geleitet; die Hauptamtlichen hatten eine Unterstützerrolle. Diese improvisierte Situation sorgte noch einmal für schnelles Wachstum. Später konnte die Gemeinde wieder ein zentrales Gebäude als Trainingszentrum und Gottesdienstraum nutzen, aber der Grundansatz hatte sich geändert: in St.Thomas wird die Größe der Gemeinde nicht mehr nach Gottesdienstteilnahmen, sondern nach MC-Mitgliedern gezählt.</p>
<p>Das ist ein anderes Modell von Gemeinde. Wir kennen es so, dass der Gottesdienst die zentrale Veranstaltung ist, und &#8211; je nach Engagement der Gemeinden &#8211; kommen dann noch Gruppen, Hauskreise usw. hinzu. In St. Thomas wurde dieses Muster anscheinend umgedreht: zentrale Veranstaltung sind die MC&#8217;s, und wer mag, geht auch (manchmal) zum Gottesdienst. Ein entscheidender Vorteil dieses Modells dürfte zunächst sein, dass es deutlich kostengünstiger ist, denn eine Gottesdienst-zentrierte Gemeinde braucht in der Regel Hauptamtliche, einen festen Raum, Musiker, Technik &#8211; und das alles kostet viel Geld. Gleichzeitig macht es die Gemeinde unflexibel: man braucht für das alles feste, verlässliche Strukturen.</p>
<p>Dass das kostengünstigere Modell auch theologisch vieles für sich hat, beschreibt Breen ausführlich. Ich empfehle, seinen <a href="http://mikebreen.wordpress.com/2012/02/04/how-i-chose-movement-over-mega-the-story-of-sheffield/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Post</a> zu lesen, den ich hier nur selektiv zusammengefasst habe.</p>
<p>Über unsere eigenen Erfahrungen mit Clustern, also Gemeinschaften mittlerer Größe, die in Untergruppen gegliedert sind, habe ich <a title="Was sind Cluster?" href="http://www.walterfaerber.de/2007/05/was-sind-cluster/">hier</a>, <a title="Kleingruppen und Cluster (1)" href="http://www.walterfaerber.de/2007/05/kleingruppen-und-cluster-1/">hier</a>, <a title="Kleingruppen und Cluster (2)" href="http://www.walterfaerber.de/2007/05/kleingruppen-und-cluster-2/">hier</a> und <a title="Kleingruppen und Cluster (3)" href="http://www.walterfaerber.de/2007/05/kleingruppen-und-cluster-3/">hier</a> etwas geschrieben (schon damals mit Hinweis auf St. Thomas Sheffield, obwohl mir damals die ganze Entwicklung nicht bekannt war).</p>
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		<title>Nein, wir haben keine Bibelgruppen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 05:01:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Gemeinde]]></category>
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					<description><![CDATA[Formation statt Information!<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Fbibel%2Fnein-wir-haben-keine-bibelgruppen%2F&amp;action_name=Nein%2C%20wir%20haben%20keine%20Bibelgruppen&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="color: #000000;line-height: 135%"><a title="Bells Blog" href="http://www.ryanjbell.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ryan Bell</a> hat auf dem Allelon-Blog &#8222;<a href="http://www.allelon.org/missional_journey/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Missional Journey</a>&#8220; die Probleme der traditionellen Bibelstudien-Gruppen <a href="http://www.allelon.org/missional_journey/?p=59" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beschrieben</a> und überlegt, was in seiner Gemeinschaft an deren Stelle treten könnte.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Er geht von der Beobachtung aus, dass man in solchen Gruppen normalerweise austauscht, was man so denkt, &#8222;was der Text bedeutet&#8220;. Die Frage, was der Text eigentlich erreichen sollte (bei Jesus oder gar bei den Evangelisten), taucht kaum auf. Und was er aktuell bei seinen Lesern erreichen soll, diese Frage stellt sich auch nicht. Es geht nur um Information, aber nicht um Formation. Die Folge: Langeweile und Frustration.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Was tritt in Bells Gemeinschaft an die Stelle von Bibelstudiengruppen? Sie arbeiten dort mit &#8222;missional action teams&#8220;, die danach fragen, was Gott für ihre Nachbarschaft bedeutet. In <span style="text-decoration: underline">diesem</span> Zusammenhang wird es lebensnotwendig, in der Bibel zu leben. Solche Teams entwickeln eine &#8222;missionale Hermeneutik&#8220;. Dazu gehört etwas, was sie &#8222;dwelling in scripture&#8220; nennen, also ein &#8222;Bewohnen&#8220;, ein In-der-Bibel-leben. Manche Gruppen haben zwei Jahre lang mit einer bestimmten Passage gelebt und sich immer wieder gefragt: &#8222;wie formt dieser Text uns als Volk Gottes, damit wir in unserem Ort seine Zeugen sein können?&#8220; Damit bekommt der Text eine ganz andere Verbindlichkeit. Und genauso entsteht eine Verbindlichkeit unter denen, die sich entschlossen haben, gemeinsam Volk Gottes vor Ort zu sein.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Wenn die Bibel so gebraucht wird, dann &#8211; so haben sie es jedenfalls erfahren &#8211; rücken sehr elementare Texte wie die Bergpredigt, die Aussendung der Jünger oder die Begegnung Jesu mit der Samariterin am Brunnen in den Vordergrund.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Es bleiben Fragen: wie geht man mit der Bibel um in einem Kontext von biblischen Analphabetentum? Wie öffnet man denen einen neuen Weg zur Bibel, die aus ihrem christlichen Hintergrund schon jede Menge Bibelinformationen mitbringen, aber ein ganzes Christenleben lang nur die &#8222;informative&#8220; Art des Bibelstudiums kennengelernt haben? Und wie hilft man Neubekehrten, erst gar nicht damit anzufangen?</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Ich finde das sehr wichtige Fragen und Anstöße. Auch für uns muss es eine missionale Hermeneutik geben. Erst im Zusammenhang von Praxis wird die Bibel ihre wirklichen Qualitäten entfalten.</p>
<p>Technorati Tags: <a class="performancingtags" href="http://technorati.com/tag/Bibel" rel="tag">Bibel</a>, <a class="performancingtags" href="http://technorati.com/tag/Bibelstudium" rel="tag">Bibelstudium</a></p>
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		<title>Wie geht christliche Gemeinschaft?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jun 2007 10:48:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fundsachen]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingruppen]]></category>
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					<description><![CDATA[Tobias Jones: Utopian Dreams<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffundsachen%2Fwas-ist-gemeinschaft%2F&amp;action_name=Wie%20geht%20christliche%20Gemeinschaft%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51RmNNlOFxL.jpg" width="220" height="350" class="alignleft size-medium" />Über Peter Aschoff</a> stieß ich auf ein <a title="Buch von Tobias Jones" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html%3FASIN=057122380X%26tag=ws%26lcode=xm2%26cID=2025%26ccmID=165953%26location=/o/ASIN/057122380X%253FSubscriptionId=02ZH6J1W0649DTNS6002" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch von Tobias Jones</a>, der darüber nachdenkt, wie authentische christliche Gemeinschaft zustande kommt. Tobias Jones hat verschiedene Gemeinschaften besucht und studiert, um herauszufinden, wie sie funktionieren. Ich glaube, dass hier sehr wichtige Regeln formuliert sind. Weil wir sie nicht beachten, deshalb gibt es so wenig gelingende tiefe Gemeinschaft, unter Christen und darüber hinaus. Jason Clark hat die Ergebnisse, zu denen Tobias Jones gekommen ist, mit Blick auf die Gemeinde überarbeitet und in acht Punkten zusammengefasst, die ich hier übersetze:</p>
<ol>
<li><span style="font-weight: bold">&#8222;Gemeinschaft&#8220; als Nebenprodukt</span><br />
Sich unter dem Motto &#8222;wir wollen Gemeinschaft&#8220; zu treffen, ist eine Einbildung und illusionär. Wir müssen unsere Aufmerksamkeit gerade auf etwas anders richten als auf &#8222;Gemeinschaft&#8220;. Gemeinschaft entsteht als Nebenprodukt, wenn man gemeinsam etwas Wichtiges tut.</li>
<li><span style="font-weight: bold">Bedürftigkeit</span><br />
Gemeinschaft entsteht, wenn man andere wirklich braucht. In einer Konsumgesellschaft brauchen wir die anderen aber nicht wirklich. &#8222;Konsumgesellschaft&#8220; bedeutet, dass wir alles kaufen können. Wir kommen deshalb jetzt auch ohne einander aus. Nur wenn wir die anderen brauchen, werden wir uns an sie verschenken. <span style="color: #666666">[und das bedeutet: wir müssen es so einrichten, dass wir andere brauchen, und dass uns das auch klar ist &#8211; d. Übers.]</span></li>
<li><strong>Verzicht auf Wahlfreiheit</strong><br />
Gemeinschaft kann nicht entstehen, wenn du dir die Möglichkeit zum Rückzug offen lässt. Der Weg zur Gemeinschaft führt über den Abschied von der Wahlfreiheit und über endgültige Festlegungen. Viel zu viele von uns bilden sich ein, irgendwann käme noch etwas Besseres. In der Zwischenzeit binden sie sich nicht. Diese Konsumentenmentalität führt dazu, dass wir keine echten Verbindlichkeiten betreffend Wohnort, Beziehungen oder Arbeitsplatz eingehen.<br />
Das verhindert Gemeinschaft.</li>
<li><strong>Offen und doch klar ausgerichtet</strong><br />
Gemeinschaft wird möglich, wenn wir einerseits offen für andere sind, so dass ein Prozess von Lernen und Wachstum beginnt; und dabei andererseits doch ganz auf unseren Auftrag und unsere Kernüberzeugungen konzentriert.</li>
<li><strong> Eindeutige Regeln</strong><br />
Es ist notwendig, klar zu wissen, was man gemeinsam glaubt und gemeinsam tut. Zu sagen &#8222;sei, was du gern sein möchtest, und dann komm und spiel Gemeinschaft&#8220;, funktioniert nicht. Gemeinschaften entstehen dadurch, dass man gemeinsam festlegt und umsetzt, welche Glaubensüberzeugungen, welcher Auftrag und welche Grundwerte gelten sollen.</li>
<li><strong>Keine Oberflächenkosmetik</strong><br />
Dauernd &#8222;Gemeinschaft&#8220; zu fordern, produziert keine Gemeinschaft. Und die Gemeinschaft an der Oberfläche herauszuputzen nützt auch nichts, wenn man diese anderen Punkte nicht beachtet. Gemeinschaft besteht darin, dass man das Leben samt all seinem Chaos gemeinsam anpackt.</li>
<li><strong> Leitung und Hierarchie</strong><br />
Gemeinschaft entsteht, wenn man bereit ist, sich von anderen leiten zu lassen; wenn man lernt, auf sein Recht zur jederzeitigen Selbstbestimmung zu verzichten. Zu viel Hierarchie zerstört die Gemeinschaft, zu wenig auch. Wir brauchen Berater, Mentoren, Trainer und Jüngerschaftsausbilder.</li>
<li><strong>Gemeinsame Aufgaben</strong><br />
Gemeinsame Arbeit, besonders körperliche Arbeit, und gemeinsamer Dienst schaffen Gemeinschaft. Man kann es lernen aus der Geschichte &#8211; vom Heiligen Benedikt bis zu Simone Weil.</li>
</ol>
<p><span style="color: #006600">Kommentar:</span><br />
Eine durchgehende Stoßrichtung: Gemeinschaft wird durch eine liberale Mentalität verhindert. Ohne Verbindlichkeit geht es nicht. Wir werden die Scheinrealität der Medien und Events nur überwinden, wenn wir uns mit Überzeugung konkreten Menschen, Gruppen und Gemeinschaften verpflichten. Und die werden nur gesund bleiben, wenn sie Zwecke außerhalb ihrer selbst haben. Oder wie Jesus sagt: <span style="font-style: italic">Wer sein Leben sucht, wird es verlieren. Wer es um meiner und des Eavngeliums willen verliert, wird es finden.</span><br />
Übrigens: Natürlich kann man da jetzt wieder ein sowohl-als-auch draus machen: Dienst nach außen, klar, aber wir selbst brauchen doch auch etwas für uns, die berühmte Tankstelle zum &#8222;Auftanken&#8220;. Natürlich ist das irgendwie richtig. Faktisch heißt das aber, das der von Jones formulierten harten Einsicht die Zähne gezogen werden. Manchmal muss man einseitig sein.</p>
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		<item>
		<title>Kleingruppen und Cluster (3)</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/praxis/kleingruppen-und-cluster-3/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 May 2007 21:04:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingruppen]]></category>
		<category><![CDATA[LandLeben]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Gemeinde]]></category>
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					<description><![CDATA[Das HorizonT-Konzept: der konzeptionelle Hintergrund<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Fpraxis%2Fkleingruppen-und-cluster-3%2F&amp;action_name=Kleingruppen%20und%20Cluster%20%283%29&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold">Nachdem ich in den vorigen beiden Posts (<a title="Kleingruppen und Cluster (1)" href="http://www.walterfaerber.de/2007/05/kleingruppen-und-cluster-1/">hier</a> und <a title="Kleingruppen und Cluster (2)" href="http://www.walterfaerber.de/2007/05/kleingruppen-und-cluster-2/">hier</a>) über die Organisation unseres Clusters geschrieben habe, kommen hier die Grundsätze, also die Gedanken dahinter. Es wird dann noch einen weiteren Post über Perspektiven und Probleme geben.</span></p>
<h3>Grundsätze der Gruppe &#8222;HorizonT&#8220;</h3>
<p>Wir haben diese Grundsätze vor einigen Jahren so beschlossen. Manches ist vielleicht ein bisschen umständlich formuliert, aber bisher haben sie uns recht gut als Richtlinie gedient. Ob wir unserem Anspruch immer gerecht werden, ist eine andere Frage. Aber die Grundsätze zeigen die Richtung, in die wir gehen wollen.<br />
Die kurzen Erläuterungen dazwischen habe ich jetzt gerade für den Blog geschrieben.</p>
<ol>
<li><strong>Es geht um ein gemeinsames Entdecken der Nachfolge Jesu und des Lebens im Heiligen Geist.<br />
</strong>&#8222;Gemeinsames Entdecken&#8220; &#8211; also: wir sind gemeinsam auf der Suche. Was Nachfolge ist, was Heiliger Geist, das steht nicht selbstverständlich fest, sondern muss in unserer Zeit erst wieder neu entdeckt werden.</li>
<li><strong>Es geht nicht um Sammlung und Betreuung der Erlösten, sondern um offensive Durchdringung der Welt.<br />
<span style="font-weight: normal">Wir wollen keine defensive christliche Kultur aufbauen, in der man bis zum Tod oder dem Ende der Welt</span></strong><strong><span style="font-weight: normal"> überwintert. Eine defensive Kultur wird keine Ausstrahlung entwickeln.</span></strong></li>
<li><strong>HorizonT soll lebensverändernd, bedeutungsvoll und echt sein.<br />
<span style="font-weight: normal">HorizonT ist kein Hobby, sondern es geht um wirkliche Lebensveränderung. Dazu müssen wir uns echt begegnen. </span></strong></li>
<li><strong>Wir wollen uns gegenseitig im Alltag begleiten.<br />
</strong>Kommentar unnötig.</li>
<li><strong>Wir wollen Menschen mit dem und für das gewinnen, was wir wirklich sind und tun.<br />
</strong>Also keine Trennung in tolle missionarische Aktivitäten und das dann vielleicht enttäuschende Gruppenleben.</li>
<li><strong>Zur Gruppe sollen jederzeit neue Teilnehmer auf allen Stationen ihrer geistlichen Reise dazustoßen können.<br />
<span style="font-weight: normal">Und so soll </span></strong>auch an ganz normalen Abenden das Programm gestaltet sein.</li>
<li><strong>Wir entwickeln eine befreiende Kultur des christlichen Glaubens. Dazu gestalten wir auch Details bewusst.<br />
</strong>Wir wollen uns hüten vor engen und bevormundenden Stilen, die einige von uns schmerzlich erlebt haben und vor Ritualen, die Selbstzweck geworden sind. &#8222;Kultur&#8220; bedeutet: es geht nicht nur um die grundsätzlichen Fragen, sondern die sollen sich auch in den Details der Gruppenkultur ausdrücken. Daran arbeiten wir permanent.</li>
<li><strong>Wir bleiben unabhängig von anderen christlichen Traditionen, aber wir übernehmen alles, was hilfreich und sinnvoll ist.<br />
</strong>Lernen kann man überall. Ganz viel haben wir uns bei den unterschiedlichsten Gemeinden abgeguckt. Aber wir prüfen genau, was zu uns passt und was nicht. Wir sind nicht die Ortsgruppe von Bewegung XY.</li>
<li><strong>Wir wollen mit Jesus Schritt halten &#8211; deshalb reflektieren wir regelmäßig den Weg der Gruppe und wollen flexibel bleiben.<br />
<span style="font-weight: normal">Wir wissen, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Wir wollen Innovation in die Gene der Gruppe einbauen. Deshalb besprechen wir immer wieder den Weg der Gruppe im ganzen Cluster und in den Teams.</span></strong></li>
</ol>
<p><strong><span style="font-weight: normal">.<br />
</span></strong></p>
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		<title>Kleingruppen und Cluster (2)</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/praxis/kleingruppen-und-cluster-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 May 2007 12:57:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingruppen]]></category>
		<category><![CDATA[LandLeben]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Gemeinde]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://tiefebene.wordpress.com/2007/05/17/kleingruppen-und-cluster-2/</guid>

					<description><![CDATA[Das HorizonT-Konzept: ergänzende Module<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Fpraxis%2Fkleingruppen-und-cluster-2%2F&amp;action_name=Kleingruppen%20und%20Cluster%20%282%29&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold">In einem ersten </span><a title="Kleingruppen und Cluster (1)" href="http://www.walterfaerber.de/2007/05/kleingruppen-und-cluster-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Post</a><span style="font-weight: bold"> hatte ich eine Übersicht über die bei uns entwickelte Form eines Clusters (Bündelung von Kleingruppen) gegeben. In diesem Post stelle ich die unterstützende Infrastruktur im Hintergrund dar.</span></p>
<h3>Leitung</h3>
<p>Wie jede Gruppe braucht auch HorizonT eine Leitungsstruktur. Zentrales Leitungsorgan ist bei uns das <span style="font-weight: bold">kleine Team</span>, das aus etwa 5 Mitgliedern besteht. Das Team ist vor allem zuständig für die Beobachtung der Gruppenentwicklung und die Planung. Wir verbringen viel Zeit damit, mögliche Entwicklungspfade zu diskutieren und neue Impulse zu finden, die wir dann in die Gruppe hineingeben. Natürlich geht es auch immer mal wieder um Organisatorisches, aber diesen Teil versuchen wir zu minimieren. Stattdessen überlegen wir lieber, wie wir die Prozesse in der Gruppe so einfach und übersichtlich gestalten, dass die Organisation von allein klappt.</p>
<p>Das kleine Team wertet jede Woche den Abend im Anschluss kurz aus: wie hat alles geklappt, wie läuft es in den Gruppen, was muss für das nächste Mal bedacht werden usw. So geht wenig verloren oder wird übersehen. Außerdem trifft sich das kleine Team etwa alle zwei Wochen zur Teamsitzung, bei der wir intensiv über die Weiterentwicklung der Gruppe nachdenken: was muss verändert werden, welche Regelungen sollten wie implementiert werden, müsste man nicht alles noch mal ganz anders machen? Wir denken über alles nach, schmeißen viele Ideen wieder weg und behalten das, was uns am besten gefällt. Und hinterher werten wir aus. Wir sind gern zusammen, wir denken gern gemeinsam nach. Manchmal merken wir aber auch, dass wir kaum noch wissen, wie es dem anderen geht (wir sind über die Untergruppen verstreut). Dann erzählen wir uns erstmal gegenseitig, wie es bei uns aussieht. Oft fragt mich meine Frau hinterher: »Was war denn heute wieder bei euch los? Ich habe euch dauernd lachen gehört.« (unser Haus ist nicht gut schallisoliert). Die Teamarbeit muss Spaß machen, sonst ist sie nur ein weiterer belastender Termin im Kalender.<br />
Diese Fantasiearbeit im kleinen (und auch im großen, s. u.) Team ist von entscheidender Bedeutung. Hätten wir nur einen Leiter oder ein Leiterehepaar, dann wäre die Gefahr der Stagnation viel größer &#8211; einfach, weil man als Einzelner viel schneller dazu neigt, alles wieder nach Schema F zu machen. Wir haben immer wieder erlebt, dass die Gruppe leidet, wenn sich das Team &#8211; z.B. wegen Terminproblemen &#8211; länger nicht trifft. Die Gruppe läuft dann eben wie immer, aber es kommen keine neuen Impulse, und Probleme werden übersehen. Das alles trägt dazu bei, dass die Gruppe auch nach 9 Jahren (da fingen wir mit einer Kleingruppe an) flexibel bleibt und immer wieder Neues ausprobiert.<br />
Ein weiteres Leitungsgremium ist das <span style="font-weight: bold">große Team</span>. Es trifft sich in größeren Abständen (1-3 Monate) und bespricht die großen Linien. Grundsätzlich gilt für das große Team alles, was ich zum kleinen Team geschrieben habe. Es ist nur weniger intensiv, weil es sich seltener trifft. Zum großen Team gehören Gruppenmitglieder, die am Kurs der Gruppe interessiert sind, aber nicht die Zeit haben, regelmäßig in der Leitung mitzuarbeiten. Diese Gruppe ist offen für alle Interessierten; ihre Treffen werden regelmäßig angekündigt. Wenn alle da sind, gehören zum großen Team beinahe 50 % der Mitglieder.<br />
Diese Leitungsstruktur ist für die Gruppe transparent. Weniger in dem Sinn, dass Titel und Ämter vergeben werden, sondern so, dass die Gruppe weiß, dass es die verschiedenen Teams gibt. Sie merkt es vor allem daran, dass sie immer wieder mal mit neuen Ideen traktiert wird <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> . Aber inzwischen ist das schon nicht mehr so überraschend. Man kann sich auch an konstante Veränderung gewöhnen, wirklich. Wir versuchen dafür zu sorgen, dass das Wissen um die Planungsprozesse durch den Cluster hindurch verteilt ist.<br />
Der ganze Cluster ist durch regelmäßige <span style="font-weight: bold">Planungsabende</span> an der Leitung beteiligt.</p>
<h3>Planungsabende</h3>
<p>Im Abstand von etwa 1/2 Jahr gibt es Planungsabende für die ganze Gruppe. Wir tragen auf Karten Eindrücke zusammen, sammeln sie an einer Pinwand und ordnen sie zu einer Momentaufnahme der Gruppe. Von da aus entwickeln wir dann Perspektiven für das nächste halbe Jahr. Es ist interessant zu sehen, dass sich in der Regel aus den unterschiedlichen Beiträgen eine relativ einheitliche Momentaufnahme des Gruppenprozesses ergibt.<br />
Über die Ergebnisse wird ein Protokoll erstellt &#8211; an Hand dieser Protokolle kann man recht gut sehen, wie sich die Gruppe entwickelt, welche Problem gelöst und welche Aufgaben noch offen sind.</p>
<p><span style="font-style: italic"> Die bisher beschriebenen Elemente gehören sozusagen zum Kern unserer Cluster-Infrastruktur. Darüber hinaus haben wir noch weitere Strukturen entwickelt oder eingebaut (ich nenne sie mal Module), die wichtig und hilfreich, aber variabel sind. Sie kommen je nach Situation stärker oder schwächer zur Geltung.</span></p>
<h3>Modul: Freundeskreis</h3>
<p>Im Laufe der Zeit stießen wir darauf, dass die Gruppe ein Umfeld an »Sympathisanten« erzeugt: Menschen, die wir kennen, die freundlich an uns interessiert sind, ohne sich jedoch der Gruppe anschließen zu wollen. Oft sind es Freunde und Bekannte, Ehepartner und Kinder der Gruppenmitglieder; oder interessierte Menschen, auf die ich im Rahmen meiner Gemeindearbeit aufmerksam werde. Auch wenn wir es sehr bedauerlich fanden, dass sie nicht zu uns stießen, so entschlossen wir uns doch, diese Tatsache zu akzeptieren. Wir überlegen deshalb ständig, wie wir alles, was wir tun, so gestalten können, dass jederzeit Außenstehende &#8211; auch nur punktuell &#8211; dazustoßen können. So entsteht eine Art Freundeskreis, für den es keine feste Mitgliedschaft gibt, den wir aber immer mal wieder (z.B. zu HorizonT- Abenden, s. u.) einladen. Dabei gilt: wir machen nur Dinge, von denen wir selbst etwas haben. Wenn dann jemand aus dem Freundeskreis dazu kommt &#8211; um so besser. Wenn nicht, ist es für uns selbst. Einige aus dem Freundeskreis sind doch noch Gruppenmitglieder geworden, andere haben sich aus diesem Umfeld auch wieder entfernt.</p>
<h3>Modul: HorizonT- Abend</h3>
<p>Alle 1-2 Monate machen wir einen gemeinsamen Abend, zu dem wir auch gezielt Gäste einladen (in der Regel nicht öffentlich, sondern persönlich). Mal kommen mehr, mal weniger. Es gibt ein gemeinsames Abendessen, anschließend einen inhaltlichen Beitrag, dann Gespräche dazu in den Kleingruppen, die um unsere Gäste verstärkt sind. Im letzten halben Jahr hatten wir einen fortlaufenden Ehe-Kurs im Monatsabstand, aber meist machen wir abgeschlossene Einzelabende. Wir suchen uns nicht besondere &#8222;missionarische&#8220; Themen aus, sondern bearbeiten Themen, die uns selbst auch voranbringen. Manchmal laden wir auch Referenten ein (z.B. hat ein örtlicher Gynäkologe über seine befristete Mitarbeit in einer afrikanischen Klinik erzählt &#8211; das war übrigens teilnehmermäßig der Renner).</p>
<h3>Modul: Seminar</h3>
<p>Ca. zweimal im Jahr machen wir gemeinsam ein Wochenendseminar: eins im Gemeindehaus und eins auswärts. Auch dazu fahren oft Gäste mit. Gerade eben war das Thema der sich abzeichnende Klimawandel, im vergangenen Herbst haben wir gemeinsam Bonhoeffer-Texte gelesen.</p>
<h3>Modul: Internet</h3>
<p>Eigentlich müsste sich in einer Gruppe wie HorizonT ausgezeichnet internetgestützt arbeiten lassen: Termine, Ideen, Texte in der Woche übers Internet zu kommunizieren, das würde die Kommunikationsdichte enorm verstärken. Oder wenn alle <a title="wer nicht weiß, was das ist: hier klicken!" href="http://www.twitter.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">twittern</a> täten. Als Idee klasse (vielleicht klappt es ja bei anderen), aber in der Praxis ist es daran gescheitert, dass viele unserer Mitglieder nicht gern oder gar nicht im Internet sind. Stattdessen blogge ich jetzt eben.</p>
<h3>Modul: Musikalische Späterziehung</h3>
<p>Einige von uns wollten gern nachholen, was ihnen in ihrer Jugend nicht gelungen ist: Zugang zur Musik finden. Dafür gibt es jetzt zusätzlich eine Gruppe. Auch dort machen einige Gäste mit.</p>
<h3>Ideen für weitere Module</h3>
<p>Wir probieren immer mal wieder was Neues aus, ohne vorher zu wissen, was draus wird:</p>
<ul>
<li>Wir haben zusammen ein Gefängnis besucht</li>
<li>Vielleicht arbeiten wir mal bei einer Tafel mit</li>
<li>wir kümmern uns, wenn es sich ergibt, um Menschen mit besonderen Problemen &#8211; mit wechselndem Erfolg</li>
<li>wir geben uns Tipps, wie sich der Alltag schöpfungsfreundlicher gestalten lässt (gestern hatte unsere neue Bio-Kiste [Gemüse-Abo, auch das gibt es inzwischen auf dem Land] ihren großen Auftritt bei HorizionT)</li>
</ul>
<p><span style="font-style: italic"> So, das war eine Übersicht über die Organisation. Dahinter stehen natürlich auch formulierte Grundsätze und pragmatische Prinzipien. Darüber wird es demnächst einen <a title="Kleingruppen und Cluster (3)" href="http://www.walterfaerber.de/2007/05/kleingruppen-und-cluster-3/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weiteren Post</a> geben.</span></p>
<img decoding="async" src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Fpraxis%2Fkleingruppen-und-cluster-2%2F&amp;action_name=Kleingruppen%20und%20Cluster%20%282%29&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kleingruppen und Cluster (1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2007 21:49:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingruppen]]></category>
		<category><![CDATA[LandLeben]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Gemeinde]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://tiefebene.wordpress.com/2007/05/14/kleingruppen-und-cluster-1/</guid>

					<description><![CDATA[Das HorizonT-Konzept<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Fpraxis%2Fkleingruppen-und-cluster-1%2F&amp;action_name=Kleingruppen%20und%20Cluster%20%281%29&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich hatte im letzten <a title="Was sind Cluster?" href="http://www.walterfaerber.de/2007/05/was-sind-cluster/">Post</a> ein Cluster-Konzept aus Sheffield übersetzt, das ich interessant fand, weil wir bei uns &#8211; ohne den Begriff zu kennen &#8211; auch so etwas wie ein Cluster-Konzept entwickelt haben. Durch den Kommentar von <a title="Kommentar von Simon" href="http://www.walterfaerber.de/2007/05/was-sind-cluster/#comment-64">Simon</a> erfuhr ich jetzt von anderen Cluster-Erfahrungen und möchte nun noch einmal unser Konzept etwas deutlicher beschreiben.</strong></p>
<h3>Probleme mit Kleingruppen</h3>
<p>Ausgangspunkt war bei uns die übliche Kleingruppen-Erfahrung: wachsende Kleingruppen werden irgendwann zu groß, und dann schrumpfen sie wieder oder wachsen wenigstens nicht mehr. Außerdem werden sie mit der Zeit unbeweglich. Der übliche Ratschlag für so eine Situation ist das Teilen der Gruppe: es entstehen zwei Gruppen, die dann wieder wachsen, bis sie so groß sind, dass sie wieder geteilt werden.<br />
Manchmal funktioniert dieses Konzept wohl auch. Ich habe es jedenfalls jahrelang brav probiert. Wir hatten damit aber fast immer Probleme:</p>
<ul>
<li>meistens lässt sich so eine Gruppenteilung nur mit einem gewissen Maß an Gewalt durchdrücken, weil Menschen an den Beziehungen in ihrer Kleingruppe hängen</li>
<li>bei solchen Teilungen verliert man fast immer Menschen (aus den verschiedensten Gründen)</li>
<li>die neuen Gruppen entwickeln schnell ein Eigenleben, und es ist schwer, sie dann punktuell wieder zusammen zu bekommen</li>
<li>es stehen nicht immer genügend neue Gruppenleiter zur Verfügung (mein ursprünglicher naiver Optimismus, dass Gott die schon schicken würde, hat den Praxistest nicht bestanden &#8211; vielleicht funktioniert das ja in anderen Umgebungen)</li>
<li>für die Gruppenleiter ist das dann notwendige Koordinierungstreffen eine weitere Terminbelastung &#8211; und sie sehen nicht unbedingt, was ihnen das bringt; ein individuelles Coachung ist bei solchen Treffen nicht immer möglich</li>
<li>wenn ich zusätzlich noch eine individuelle Betreuung der Leiter leisten soll, dann bin ich auch zeitlich überfordert</li>
</ul>
<p>Als wir dann mit unserer Gruppe &#8222;HorizonT&#8220; (eine Art Experimental-Gruppe auf der Suche nach neuen Möglichkeiten) die normale Kleingruppen-Größe überschritten, war für mich deshalb klar: <span style="font-weight: bold">keine weiteren Teilungsversuche</span>. Aber was dann?<br />
Als Antwort entwickelten wir so etwas wie ein Cluster-Modell.<span id="more-1139"></span></p>
<h3>Die Entstehung unseres Cluster-Modells</h3>
<p>Als bei HorizonT eines Tages einige Bewohner einer nahegelegenen Einrichtung für psychisch Kranke auftauchten, war ziemlich schnell klar, dass sie die Gesamtgruppe gesprengt hätten, wenn sie dort den nötigen Raum bekommen hätten. Also machten wir eine Untergruppe mit einem angepassten Programm. Das half uns, flexibel mit dieser Situation umzugehen und brachte uns ins Nachdenken, ob wir das nicht ausbauen sollten.<br />
Die Bewohner verließen uns nach einiger Zeit wieder (sie wechselten in andere Einrichtungen). Aber wir teilten nun die Gesamtgruppe in Untergruppen auf. Selbst diese Neuerung war für manche Gruppenmitglieder zuerst schwer zu akzeptieren. Deshalb experimentierten wir mit verschiedenen Abläufen, in denen sowohl die Gesamtgruppe als auch Untergruppen vorgesehen waren. Besonders gefiel uns die Flexibilität: so hatten wir lange Zeit (ohne jede grundsätzliche Erwägung) eine reine Männergruppe, die ganz nebenbei Männern den Einstieg in die (wie üblich frauenlastige) Gruppe erleichterte. Auch eine Aufteilung nach Generationen wäre möglich: dadurch könnte man ganz verschiedene Lebensalter doch unter einem gemeinsamen Dach verbinden. Das haben wir aber bisher noch nicht ernsthaft probiert.<br />
Der konkrete Ablauf wechselt bis heute. Inzwischen sind die Untergruppen akzeptiert. Und innerhalb der Gesamtgruppe gibt es auch immer mal wieder Wechsel zwischen den Untergruppen. Am Anfang waren wir unsicher, was davon zu halten sei, inzwischen ermutigen wir zu so einem Wechsel.</p>
<h3>Die konkrete Ausgestaltung heute</h3>
<p>Horizont trifft sich wöchentlich (immer mittwoch abends). Der Abend beginnt mit einer gemeinsamen Gebets- und Lobpreiszeit, die von einigen musikalischen Gruppenmitgliedern vorbereitet wird. Es gibt einen kurzen biblischen Input (jeder darf, fast alle tun es inzwischen, sehr unterschiedlich, oft überraschend) und Gelegenheit zum gemeinsamen Gebet.<br />
Anschließend ist (immer noch für alle) &#8222;Gemeinschaftsteil&#8220;: Ansagen, Verabredungen, auch persönliche Informationen von einiger Wichtigkeit, Austausch von Gebetsanliegen. Der Teil schließt ab mit einer kuzen Einführung in die Inhalte des Gruppen-Teils.<br />
Danach gehen alle in die (z.Zt. drei oder meistens vier) Untergruppen. Die Gruppen beginnen in der Regel mit einer persönlichen Runde, an die sich gegenseitige Fürbitte anschließt. Die Gruppen sollen ein Ort der persönlichen Vertrautheit und Unterstützung sein. Konkret kommt da alles vor zwischen knapper Rückmeldung über das persönliche Befinden bis hin zu ausführlicher Seelsorge, die auch schon mal den folgenden inhaltlichen Teil kippen kann.<br />
Der anschließende inhaltliche Gruppenteil ist sehr unterschiedlich. Wir haben ihn lange in allen Gruppen parallel gestaltet; seit Anfang des Jahres können Gruppen auch unterschiedliche Themen bearbeiten. So lesen wir z.Zt. in einer Gruppe das Markusevangelium, in einer ein Buch von Stasi &amp; John Eldredge, eine weitere Gruppe konzentriert sich auf Musik. Wenn sich mindestens drei Leute mit einem gemeinsamen inhaltlichen Interesse zusammenfinden, können sie eine Gruppe dazu aufmachen. Diese Themenschwerpunkte werden immer für vier Monate festgelegt und danach neu ausgehandelt. Die Aufteilung auf die Gruppen geschieht in einer Mischung aus thematischem Interesse und persönlicher Verbundenheit.<br />
Zum Abschluss trifft sich noch einmal die Gesamtgruppe zu einem kurzen Austausch und einem kurzen Gebet. Dann ist es meistens kurz nach 22 Uhr. Danach darf gehen, wer früh aufstehen muss; die anderen waschen noch die Teetassen ab, und das Team macht seine Nachbesprechung.</p>
<h3>Charakteristika des Modells</h3>
<p>Dieses Modell hat den Vorteil, dass nicht Gruppen künstlich zu einem Cluster zusammengefügt worden sind. Wir haben keine Addition von Gruppen und Cluster. Es gibt auch nur einen Termin in der Woche. Das Clustertreffen ist kein zusätzliches oder optionales Treffen, sondern man ist immer Mitglied einer Kleingruppe und eines Clusters, anders geht es gar nicht. Das Modell hat eine Struktur, die schätzungsweise bis zu 50 Personen aufnehmen kann (so viele haben wir leider längst noch nicht). Man kann zwar nicht alle Mitglieder so gut kennen wie in einer Kleingruppe, aber die emotionale Verbundenheit ist auch im Cluster groß.<br />
Ein Problem ist natürlich der Raum. Unser Gemeindehaus kommt an seine Grenzen, je mehr Untergruppen es gibt. Wir weichen teilweise in die Pfarrwohnung aus. Trotzdem wäre das Treffen auch in einem größeren Einfamilienhaus denkbar. Schon jetzt geht eine Untergruppe in der Gruppenphase manchmal zu einem Mitglied, das an einigen Tagen ans Haus gebunden ist. Flexibilität ist alles, zur Not kämen wir auch ohne das (ohnehin kleine) Gemeindehaus aus. Das Raumproblem hat uns nie ernsthafte Schwierigkeiten bereitet.<br />
Neu ist seit Jahresanfang 2007 die Möglichkeit, in den Gruppen ganz unterschiedliche Dinge zu machen. Diese Möglichkeit ist auch noch ausbaufähig: so arbeiten wir z.Zt. an der Planung einer Gruppe, die inhaltlich und praktisch auf den Klimawandel reagiert. Es ist denkbar, dass wir dann unter einem Dach sowohl Bibellektüre als auch politische Aktion haben. Wir wissen noch nicht, wie das genau gehen wird, aber es ist eigentlich eine sehr hoffnungsvolle Perspektive.</p>
<h3>Cluster-Infrastruktur</h3>
<p>Die Gruppe braucht natürlich über das Beschriebene hinaus eine Infrastruktur, also z.B. Leitung, missionarische Akzente usw. Außerdem gibt es einige gemeinsame Aktionen, die über das beschriebene Muster hinausgehen. Darüber werde ich in einem <a title="Kleingruppen und Cluster (2)" href="http://www.walterfaerber.de/2007/05/kleingruppen-und-cluster-2/">weiteren Post</a> schreiben.</p>
<img decoding="async" src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Fpraxis%2Fkleingruppen-und-cluster-1%2F&amp;action_name=Kleingruppen%20und%20Cluster%20%281%29&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Was sind Cluster?</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/praxis/was-sind-cluster/</link>
					<comments>https://www.walterfaerber.de/praxis/was-sind-cluster/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 May 2007 12:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Gemeinde]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://tiefebene.wordpress.com/2007/05/08/was-sind-cluster/</guid>

					<description><![CDATA[Eine Organisationsform zwischen Kleingruppe und Ortsgemeinde: ein Konzept aus der St. Thomas‘ Church in Sheffield<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Fpraxis%2Fwas-sind-cluster%2F&amp;action_name=Was%20sind%20Cluster%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p> <span style="font-weight:bold"> Ich fand via </span><a href="http://siyach.wordpress.com/2007/05/07/bin-etwas-unterwegs-dieser-tage-und-lerne-was/" title="Marlin">Marlin</a><span style="font-weight:bold"> bei der </span><a href="http://www.stthomaschurch.org.uk" target="_blank" title="Website der Gemeinde" rel="noopener noreferrer">St. Thomas&#8216; Church in Sheffield</a><span style="font-weight:bold"> einen interessanten </span><a href="http://web.archive.org/web/20041030194038/www.sttoms.net/modules/wfsection/article.php?articleid=59" title="Das ist der Originalartikel">Artikel</a><span style="font-weight:bold"> über Cluster &#8211; eine Organisationsform zwischen Kleingruppe und Ortsgemeinde. Es erinnert mich an unsere Organisationsform bei HorizonT. Bevor ich noch viel erkläre, übersetze ich den Artikel &#8211; da steht alles drin. Man beachte aber, dass der Artikel im September 2003 zuletzt bearbeitet wurde.</span></p>
<h3>   Was?</h3>
<p>Viele Gemeinden haben Kleingruppen oder Zellgruppen (oft informelle Bibelgruppen, die von Freiwilligen geleitet werden) und Versammlungen der ganzen Gemeinde (in der Church of England meist in der festen Form des Kathedralgottesdienstes unter Leitung der Geistlichen). Wir in St. Thomas haben uns bemüht, wieder eine überschaubare Form dazwischen zu finden, in der man Gemeinde leben und erleben kann: eine Gemeinschaft von Christen, die sich zur Mission in der größeren Gemeinschaft, zu der sie gehören, verpflichtet hat; die Leitung liegt in der Hand von Freiwilligen, die von erfahrenen Leitern (einige davon ordinierte Geistliche, aber nicht nur) unterstützt werden.<br />
Cluster bestehen aus Kleingruppen, die die gleiche oder eine ähnliche Vision gemeinsam haben. Oft sind sie aus der Vervielfältigung einer einzigen Kleingruppe hervorgegangen. Eine Gemeinschaft von zwei oder drei Kleingruppen würde man einen wachsenden Cluster nennen, und wenn im Laufe der Zeit die Kleingruppen auf sechs oder acht gewachsen sind, dann entstehen aus dem ursprünglichen Cluster normalerweise zwei neue Cluster.</p>
<h3>   Warum?</h3>
<p>Es scheint, dass Gott Menschen so eingerichtet hat, dass wir uns normalerweise in drei verschiedenen Gruppengrößen versammeln. In der Bibel finden sich etwa im Alten Testament die Familie, der Clan und der Stamm; in den Evangelien das Haus, die Synagoge und der Tempel; und unter den Jüngern Jesu die Gruppen der Zwölf, der Siebzig und der Hundertzwanzig.<br />
In St. Thomas kennen wir diese Gruppen als Kleingruppen, als Cluster und als Gottesdienst [Engl. <span style="font-style:italic">celebration</span>. Dieses Wort bedeutet hier offenbar mehr als einen Gottesdienst, nämlich so etwas wie eine Sub-Gemeinde. Auf der aktuellen Website der Gemeinde taucht der Begriff jetzt aber nicht mehr auf.]. Die Beziehungen werden um so enger, je mehr man zu den kleineren Gruppenformen kommt; auf der anderen Seite nimmt die Qualität der Inhalte (in Anbetung, Lehre, Kinderarbeit usw.) zu, wenn man zu den größeren Einheiten kommt. Für manche <span id="more-51"></span>wird es leichter sein, in die Anonymität eines Gottesdienstes zu kommen, während andere die Beziehungen in einer Kleingruppe schätzen, oder auch die Gelegenheit zum Engagement, die die Cluster bieten.<br />
Cluster erlauben uns, manches zu tun, was weder Kleingruppen noch Gottesdienste leisten. Cluster schaffen eine Umgebung, in der es leichter ist, alle Mitglieder in die Mitarbeit zu integrieren &#8211; leichter als in einzelnen Kleingruppen. Vor allem bilden sie eine Brücke zwischen den beiden anderen Gruppengrößen, wodurch das Wachstum der Mitglieder in Gaben und Dienst gefördert wird. Denn es ist ein ziemlich großer Schritt von der Leitung einer Gruppe von zehn Personen in Anbetung und Lehre hin zu der gleichen Aufgabe für dreihundert!<br />
Schließlich bilden Cluster eine missionarische Struktur, die es erlaubt, eine ganze Stadt zu durchdringen und so die Gemeinde wachsen zu lassen. Und zwar nicht nur deshalb, weil so Leiter herangebildet werden, sondern weil sich so die &#8222;Außenfläche&#8220; der Gemeinde vergrößert &#8211; es gibt mehr Andockpunkte, über die Menschen zur Gemeinde dazustoßen können.</p>
<h3>   Wie?</h3>
<p>Unsere Strategie ist &#8222;Verstreuen und Sammeln&#8220;. Cluster treffen sich verstreut über die ganze Stadt, normalerweise wöchentlich und am Sonntag; aber sie treffen sich auch mit den anderen Clustern im Gottesdienst, meistens einmal monatlich, wobei in dieser Woche das Treffen des Clusters selbst ausfällt.<br />
Wie so ein Cluster Gemeinde darstellt, ist deutlich festgelegt durch unsere gemeinsamen Grundsätze: nämlich &#8222;Up&#8220; (unser Verhältnis zu Gott, z.B. in Anbetung und Fürbitte), &#8222;In&#8220; (unser Verhältnis untereinander, z.B. geistliche Unterstützung) und &#8222;Out&#8220; (unser Verhältnis zu denen, die Jesus noch nicht kennen, z.B. das &#8222;Friedenskind&#8220;-Prinzip nach Matth. 10,11-14). Wenn Cluster Erfolg haben sollen, dürfen sie nicht versuchen, Gottesdienste im Kleinformat zu feiern (z.B. indem sie ein großes Gottesdienst-Team aufbauen). Wenn man die Größenverhältnisse nicht beachtet, funktioniert nichts; das ist auch einer der Gründe für den landesweiten Rückgang der Kirchenmitgliedschaft in den letzten Jahrzehnten. Was die Cluster tun, entweder in ihren regelmäßigen Treffen oder bei Aktionen, entscheidet sich vor allem durch ihren jeweiligen Aufgabenschwerpunkt [<span style="font-style:italic">mission focus</span>]. Wir haben gemeinsame Grundsätze, aber sie werden nicht in Uniformität (weder in Größe noch in Stil) umgesetzt. Der Schlüssel ist Unterschiedlichkeit in Einheit.</p>
<h3>   Wo?</h3>
<p>Cluster treffen sich in verschiedenen Stadtteilen &#8211; allerdings vor allem im Südwesten, Westen und im Zentrum &#8211; und an sehr unterschiedlichen Treffpunkten: Schulen, Stadtteilzentren, Cafes, Restaurants, Pubs &#8211; sogar in einem Museum und einer großen Garage. Der Ort richtet sich nach dem hauptsächlichen Aufgabenschwerpunkt des Clusters: wenn das Ziel ist, eine vorstädtische Nachbarschaft zu erreichen, trifft man sich vielleicht in der örtlichen Schule; wenn es um ein sozial schwieriges Stadtviertel geht, kann es der Veranstaltungsraum in einem Pub sein.</p>
<h3>   Wohin?</h3>
<p>Wir wollen, dass Menschen genau dort in der Gemeinde mitmachen, wo sie hingehören. Das bestimmt sich aus unserer Sicht etwa durch folgende Gesichtspunkte:</p>
<ul>
<li>     ist es eine Gruppe, deren Zielen der Einzelne zustimmen kann?</li>
<li>     ist es ein Ort, wo die eigene Lebenswirklichkeit aus göttlicher Perspektive     angesprochen wird (also: wer weder Student ist noch an Studententhemen     interessiert, der sollte nicht Mitglied in einem Cluster für Studenten     werden &#8211; aber vielleicht könnte er ja solch einen Cluster als Mentor     begleiten)?</li>
<li>     ist es der Ort, wo jemand am besten anderen Unterstützung geben und selbst     Unterstützung empfangen kann?</li>
</ul>
<p>Deshalb ermutigen wir Menschen, den Platz zu suchen, der für sie richtig ist &#8211; im Bewusstsein, dass das Zeit kosten wird und auch das Ausprobieren verschiedener Möglichkeiten dazugehört. Zu diesem Zweck ist es am Besten, wenn Sie ein &#8222;Welcome&#8220;-Formular an der Information ausfüllen oder einen Sub-Gemeinde-Leiter [<span style="font-style:italic">celebration leader</span>, s.o.] ansprechen.</p>
<h3>   Wer?</h3>
<p>Cluster werden normalerweise von Freiwilligen geleitet (obwohl manchmal zuerst angestellte Mitarbeiter der Gemeinde den Cluster gründen, die dann die künftigen Leiter ausbilden). Viele dieser Freiwilligen gehen einer normalen Arbeit nach und werden in ihrer Funktion vom Sub-Gemeinde-Leiter [<span style="font-style:italic">celebration leader</span>, s.o.] unterstützt. Meistens haben sie zuerst Leitungserfahrung als Kleingruppenleiter gesammelt und sind in die Leitung eines Clusters hineingewachsen, indem sie einen neuen Cluster mit einer gewachsenen Kleingruppegegründet haben. Manche leiten auch im Team.<br />
Wir ermutigen alle Gemeindemitglieder, ihren Platz in einer Kleingruppe, einem Cluster und einer Sub-Gemeinde zu finden. Das bedeutet keine zusätzlichen Termine, sondern es geht um die volle Beteiligung an dem, was Kirche bedeuten kann. Im Leib Christi gibt es für jeden einen Platz und eine Aufgabe. Gott wird sie Ihnen zeigen, und Sie werden dabei wachsen &#8211; das ist unsere feste Überzeugung.</p>
<h3>   Kommentar:</h3>
<p><span style="color:#006600"> Auch wenn man im Einzelnen manches anfragen und vor allem für deutsche Verhältnisse neu denken müsste, ist dies doch ein sehr interessanter Ansatz, um die Lücke zwischen kleinen Hauskreisen (die wenig nach außen ausstrahlen und sich oft zu sehr isolieren) und dem Gemeindegottesdienst (der zu wenig Gemeinschaftselemente und zu viele formale Elemente mit Veranstaltungscharakter enthält) zu schließen. Gerade für missionale Aktivitäten jeder Art sind Cluster besser geeignet. Übrigens scheint es, dass auch die Gemeinden des Neuen Testaments von der Größe her eher so etwas wie Cluster waren.</span><br />
<span style="color:#006600"> Eigentlich verbirgt sich dahinter ein Gemeindekonzept, das auf ein &#8222;Gemeindeleben&#8220;, wie wir es in Deutschland haben (mit Frauenkreisen, Bastelgruppen, Ökumene-Kreisen, Chören usw.) verzichtet und statt dessen daran festhält, dass jede Gemeindeaktivität einen klaren, verbindlichen geistlichen Rahmen hat &#8211; gerade auch dann, wenn sie nach außen einen praktischen Dienst an der örtlichen </span><span style="font-style:italic;color:#006600">Community</span><span style="color:#006600"> tut.<br />
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</span></p>
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