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	Kommentare zu: Predigten aus dem Internet? igitt &#8230;	</title>
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	<description>Texte aus der norddeutschen Tiefebene</description>
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		<title>
		Von: Walter		</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/praxis/predigten-aus-dem-internet-igitt/#comment-278</link>

		<dc:creator><![CDATA[Walter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2014 11:48:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.walterfaerber.de/praxis/predigten-aus-dem-internet-igitt/#comment-277&quot;&gt;IWe&lt;/a&gt;.

Zustimmung!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.walterfaerber.de/praxis/predigten-aus-dem-internet-igitt/#comment-277">IWe</a>.</p>
<p>Zustimmung!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: IWe		</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/praxis/predigten-aus-dem-internet-igitt/#comment-277</link>

		<dc:creator><![CDATA[IWe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2014 10:30:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich hatte bei meinem Beitrag keine &quot;Predigt mit Fußnoten&quot; im Sinn. Ich denke, ich bin mit Ihnen insofern einig, als ich es wichtig finde, verantwortlich mit den Dingen umzugehen. Und von diesem Leitwert her würde ich dann in der konkreten Situation entscheiden, ob und in welchem Umfang Quellenangaben sinnvoll sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte bei meinem Beitrag keine &#8222;Predigt mit Fußnoten&#8220; im Sinn. Ich denke, ich bin mit Ihnen insofern einig, als ich es wichtig finde, verantwortlich mit den Dingen umzugehen. Und von diesem Leitwert her würde ich dann in der konkreten Situation entscheiden, ob und in welchem Umfang Quellenangaben sinnvoll sind.</p>
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		<title>
		Von: Walter		</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/praxis/predigten-aus-dem-internet-igitt/#comment-276</link>

		<dc:creator><![CDATA[Walter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2014 09:24:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.walterfaerber.de/praxis/predigten-aus-dem-internet-igitt/#comment-275&quot;&gt;IWe&lt;/a&gt;.

Hallo IWe, ich wollte hier wirklich nur was zum Predigen sagen. Weil ich da - im Gegensatz zu einer Freiberuflerin - mein Geld schon vor der Arbeit bekommen habe, sehe ich es als selbstverständlich an, das Produkt dann auch wieder zur Verfügung zu stellen und nicht als geistiges Eigentum zu reklamieren. Das erwarte ich dann auch von anderen bezahlten Predigern.

Und auch bei den Quellenangaben denke ich ans Predigen: interessiert es die Gemeinde wirklich jedes Mal, dass diese Formulierung jetzt von Iwand, Bonhoeffer oder wem sonst war? Ich hab kein Problem damit, meine Quellen offenzulegen, aber eine Predigt mit Fußnoten ist albern. In anderen Texten sind mir solche Hinweise kein Problem, solange das Zusammentragen der Nachweise nicht ähnlich viel Aufwand macht wie das Verfassen des Textes selbst ...

Und dass es dann &quot;mein Text&quot; sei, war in dem Sinn gemeint, dass ich die eindeutige Verantwortung trage für das, was ich predige. Ich finde das wichtiger als die Frage, &lt;i&gt;woher&lt;/i&gt; ich den Gedanken habe. Dass ein Gedanke von Luther stammt, macht meinen Text nicht besser oder schlechter. Auch dann kann er daneben sein (und ist es häufig).

Man muss doch ehrlich zugeben, dass wir alle bei geistiger Tätigkeit überwiegend die Gedanken von anderen (manchmal wörtlich, manchmal sinngemäß) neu arrangieren, ohne dass uns das immer bewusst ist. Ob wir wollen oder nicht, wir sind de facto vor allem Remixer. Und das ist eine sehr kreative Sache. Die &quot;Schöpfungshöhe&quot; ist dabei natürlich durchaus unterschiedlich.

Ich verstehe, dass es da - außerhalb der Predigtsituation - Wege geben muss, um selbständige DenkarbeiterInnen mit den nötigen Ressourcen zu versorgen. Ich wäre aber froh, wenn das so geregelt werden könnte, dass man den Schatz menschlicher Kreativität, den das Internet erschließt und vermehrt, einfach nutzen könnte, ohne dauernd über Copyrightprobleme nachdenken zu müssen. Zum Glück ist in der speziellen Predigtsituation diese ökonomische Frage nicht berührt.

Herzliche Grüße nach Berlin - Sie merken, langsam lasse ich den Weihnachtsstress hinter mir und habe Raum für anderes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.walterfaerber.de/praxis/predigten-aus-dem-internet-igitt/#comment-275">IWe</a>.</p>
<p>Hallo IWe, ich wollte hier wirklich nur was zum Predigen sagen. Weil ich da &#8211; im Gegensatz zu einer Freiberuflerin &#8211; mein Geld schon vor der Arbeit bekommen habe, sehe ich es als selbstverständlich an, das Produkt dann auch wieder zur Verfügung zu stellen und nicht als geistiges Eigentum zu reklamieren. Das erwarte ich dann auch von anderen bezahlten Predigern.</p>
<p>Und auch bei den Quellenangaben denke ich ans Predigen: interessiert es die Gemeinde wirklich jedes Mal, dass diese Formulierung jetzt von Iwand, Bonhoeffer oder wem sonst war? Ich hab kein Problem damit, meine Quellen offenzulegen, aber eine Predigt mit Fußnoten ist albern. In anderen Texten sind mir solche Hinweise kein Problem, solange das Zusammentragen der Nachweise nicht ähnlich viel Aufwand macht wie das Verfassen des Textes selbst &#8230;</p>
<p>Und dass es dann &#8222;mein Text&#8220; sei, war in dem Sinn gemeint, dass ich die eindeutige Verantwortung trage für das, was ich predige. Ich finde das wichtiger als die Frage, <i>woher</i> ich den Gedanken habe. Dass ein Gedanke von Luther stammt, macht meinen Text nicht besser oder schlechter. Auch dann kann er daneben sein (und ist es häufig).</p>
<p>Man muss doch ehrlich zugeben, dass wir alle bei geistiger Tätigkeit überwiegend die Gedanken von anderen (manchmal wörtlich, manchmal sinngemäß) neu arrangieren, ohne dass uns das immer bewusst ist. Ob wir wollen oder nicht, wir sind de facto vor allem Remixer. Und das ist eine sehr kreative Sache. Die &#8222;Schöpfungshöhe&#8220; ist dabei natürlich durchaus unterschiedlich.</p>
<p>Ich verstehe, dass es da &#8211; außerhalb der Predigtsituation &#8211; Wege geben muss, um selbständige DenkarbeiterInnen mit den nötigen Ressourcen zu versorgen. Ich wäre aber froh, wenn das so geregelt werden könnte, dass man den Schatz menschlicher Kreativität, den das Internet erschließt und vermehrt, einfach nutzen könnte, ohne dauernd über Copyrightprobleme nachdenken zu müssen. Zum Glück ist in der speziellen Predigtsituation diese ökonomische Frage nicht berührt.</p>
<p>Herzliche Grüße nach Berlin &#8211; Sie merken, langsam lasse ich den Weihnachtsstress hinter mir und habe Raum für anderes.</p>
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		<title>
		Von: IWe		</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/praxis/predigten-aus-dem-internet-igitt/#comment-275</link>

		<dc:creator><![CDATA[IWe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2014 08:23:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In zwei Punkten widerspreche ich Ihnen, allerdings ist mein Kontext nicht der des Predigens, aber im Hinblick auf die Erarbeitung eines Textes ist es eine teilweise vergleichbare Situation - nämlich Stadtführungen oder Bibliologe. Übrigens kommen mehr als 80 Prozent derer, die über Suchmaschinen auf mein Weblog kommen über das Suchwort B.ibliolog und die Angabe einer Bibelstelle.

&quot;Schon Paulus hat sich bei allen möglichen anderen bedient, ganz ohne Quellenangabe. Wenn du Texte von einer anderen übernimmst, würdigst du sie. Du machst dir ihr Anliegen zu eigen. Was kann ihr Besseres passieren?&quot;
Dieses Argument finde ich insofern als &quot;schief&quot; als zu damaligen Zeiten das Verständnis von Urheberschaft ein ganz anderes war als unseres heute und sogar umgekehrt zu unserem gewesen sein dürfte: So wurden ihm Texte zugeschrieben, die nicht von ihm sind. Paulus dürfte es nicht darum gegangen sein, etwas von jemand abzuschreiben und den Autor zu verschleiern, aber mit dessen Gedanken zu glänzen.

&quot;Wenn du etwas öffentlich vorträgst, ist es dein Text, egal, wo er her ist. Punkt.&quot;
Dem entspreche ich ganz entschieden. Nur weil ich etwas öffentlich verbreite, ist es nicht meine Erarbeitung oder mein geistiges Eigentum. Für Sie als Pfarrer mag das egal sein, aber ich als Freiberufler finde es nicht lustig, wenn ich ein paar hundert Stunden Vorarbeit für eine Stadtführung habe und dann Leute locker vom Hocker mitschreiben oder mit versteckten Mikros aufnehmen (alles schon gehabt), um das dann ein paar Wochen später als &quot;eigene Erarbeitung&quot; auszugeben und öffentlich zu präsentieren. Deshalb erlauben inzwischen in meinem Wohnort die Agenturen, die gute Qualität anbieten, das Mitschreiben bei Stadtführungen nicht mehr. 

In jüdischen Kontexten ist es überhaupt kein Problem - auch bei Predigten - darauf Bezug zu nehmen, daß einem ein Gedanke von jemand anderem wichtig geworden ist. Es wird sogar erwartet, daß man das, was man von anderen hat, als solches benennt und läuft unter dem Stichwort &quot;seinen Lehrern die Ehre erweisen, die ihnen zusteht&quot;. Es gilt als Diebstahl, wenn man das nicht tut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In zwei Punkten widerspreche ich Ihnen, allerdings ist mein Kontext nicht der des Predigens, aber im Hinblick auf die Erarbeitung eines Textes ist es eine teilweise vergleichbare Situation &#8211; nämlich Stadtführungen oder Bibliologe. Übrigens kommen mehr als 80 Prozent derer, die über Suchmaschinen auf mein Weblog kommen über das Suchwort B.ibliolog und die Angabe einer Bibelstelle.</p>
<p>&#8222;Schon Paulus hat sich bei allen möglichen anderen bedient, ganz ohne Quellenangabe. Wenn du Texte von einer anderen übernimmst, würdigst du sie. Du machst dir ihr Anliegen zu eigen. Was kann ihr Besseres passieren?&#8220;<br />
Dieses Argument finde ich insofern als &#8222;schief&#8220; als zu damaligen Zeiten das Verständnis von Urheberschaft ein ganz anderes war als unseres heute und sogar umgekehrt zu unserem gewesen sein dürfte: So wurden ihm Texte zugeschrieben, die nicht von ihm sind. Paulus dürfte es nicht darum gegangen sein, etwas von jemand abzuschreiben und den Autor zu verschleiern, aber mit dessen Gedanken zu glänzen.</p>
<p>&#8222;Wenn du etwas öffentlich vorträgst, ist es dein Text, egal, wo er her ist. Punkt.&#8220;<br />
Dem entspreche ich ganz entschieden. Nur weil ich etwas öffentlich verbreite, ist es nicht meine Erarbeitung oder mein geistiges Eigentum. Für Sie als Pfarrer mag das egal sein, aber ich als Freiberufler finde es nicht lustig, wenn ich ein paar hundert Stunden Vorarbeit für eine Stadtführung habe und dann Leute locker vom Hocker mitschreiben oder mit versteckten Mikros aufnehmen (alles schon gehabt), um das dann ein paar Wochen später als &#8222;eigene Erarbeitung&#8220; auszugeben und öffentlich zu präsentieren. Deshalb erlauben inzwischen in meinem Wohnort die Agenturen, die gute Qualität anbieten, das Mitschreiben bei Stadtführungen nicht mehr. </p>
<p>In jüdischen Kontexten ist es überhaupt kein Problem &#8211; auch bei Predigten &#8211; darauf Bezug zu nehmen, daß einem ein Gedanke von jemand anderem wichtig geworden ist. Es wird sogar erwartet, daß man das, was man von anderen hat, als solches benennt und läuft unter dem Stichwort &#8222;seinen Lehrern die Ehre erweisen, die ihnen zusteht&#8220;. Es gilt als Diebstahl, wenn man das nicht tut.</p>
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