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	Kommentare zu: Das kirchliche Delegationsprinzip	</title>
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	<description>Texte aus der norddeutschen Tiefebene</description>
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		<title>
		Von: HG Unckell		</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/praxis/konfirmation/#comment-13410</link>

		<dc:creator><![CDATA[HG Unckell]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 11:12:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Und er ist auch im katholischen Umfeld sehr präsent. Papst Franziskus hat dieses ,,Delegationsprinzip&#039;&#039; bei einer Rede anlässlich des Weltjugendtags 2013 in Brasilien als wesentlichen Problembereich identifiziert. Er schreibt:
Der Klerikalismus ist ebenfalls eine sehr aktuelle Versuchung in Lateinamerika. Seltsamerweise handelt es sich in der Mehrheit der Fälle um eine sündige Komplizenschaft: Der Pfarrer klerikalisiert, und der Laie bittet ihn höflich, ihn zu klerikalisieren, weil es sich im Grunde für ihn als bequemer erweist.
Diese Beobachtung gilt ja nicht nur für Lateinamerika, sondern wohl für viele Formen gemeindliches Christseins bei uns. 
Mich spricht in diesem Zusammenhang an, dass Klerikalismus nicht an eine Denomination gebunden ist.
Ich hatte als Pfarrer mal versucht, ähnlich, wie es im Umfeld von gutem Coaching üblich ist, einen Vertrag zwischen den Familien bei der Kommunionvorbereitung und der Unterstützung durch den Pfarrer (für mich passt da Coach auch gut) 
zu schließen. Diese Offenlegung kam gar nicht gut - die Welle der Emotionen zwang mich, zurückzurudern. 
Was ja auch eine Änderung ist - wenn auch nur halb - freiwillig.
Natürlich bleibt die Frage: Wie geht gemeindliches Christsein nichtklerikal?
Und wenn der Papst mit seiner Analyse ,,Bequemlichkeit&#039;&#039; Recht haben sollte, ist auch offen, ob es fair ist, die Gesellschaft für diese Delegation verantwortlich zu machen. Zugegeben, vielleicht fülle ich das Wort Gesellschaft anders - die Frage was hilft, Menschen zum selber Glauben anzuleiten - bleibt in meiner Wahrnehmung bei uns wichtig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und er ist auch im katholischen Umfeld sehr präsent. Papst Franziskus hat dieses ,,Delegationsprinzip&#8220; bei einer Rede anlässlich des Weltjugendtags 2013 in Brasilien als wesentlichen Problembereich identifiziert. Er schreibt:<br />
Der Klerikalismus ist ebenfalls eine sehr aktuelle Versuchung in Lateinamerika. Seltsamerweise handelt es sich in der Mehrheit der Fälle um eine sündige Komplizenschaft: Der Pfarrer klerikalisiert, und der Laie bittet ihn höflich, ihn zu klerikalisieren, weil es sich im Grunde für ihn als bequemer erweist.<br />
Diese Beobachtung gilt ja nicht nur für Lateinamerika, sondern wohl für viele Formen gemeindliches Christseins bei uns.<br />
Mich spricht in diesem Zusammenhang an, dass Klerikalismus nicht an eine Denomination gebunden ist.<br />
Ich hatte als Pfarrer mal versucht, ähnlich, wie es im Umfeld von gutem Coaching üblich ist, einen Vertrag zwischen den Familien bei der Kommunionvorbereitung und der Unterstützung durch den Pfarrer (für mich passt da Coach auch gut)<br />
zu schließen. Diese Offenlegung kam gar nicht gut &#8211; die Welle der Emotionen zwang mich, zurückzurudern.<br />
Was ja auch eine Änderung ist &#8211; wenn auch nur halb &#8211; freiwillig.<br />
Natürlich bleibt die Frage: Wie geht gemeindliches Christsein nichtklerikal?<br />
Und wenn der Papst mit seiner Analyse ,,Bequemlichkeit&#8220; Recht haben sollte, ist auch offen, ob es fair ist, die Gesellschaft für diese Delegation verantwortlich zu machen. Zugegeben, vielleicht fülle ich das Wort Gesellschaft anders &#8211; die Frage was hilft, Menschen zum selber Glauben anzuleiten &#8211; bleibt in meiner Wahrnehmung bei uns wichtig.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Ingo		</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/praxis/konfirmation/#comment-65</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ingo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 May 2007 13:56:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Wir freuen uns, wenn ihr es gut macht, wir schätzen euch dann, wir bezahlen euch, wir machen auch in Grenzen mit - aber bewahrt uns davor, allzu tief da hineingezogen zu werden.&quot;

Hallo Walter, 
mit großer Zustimmung habe ich diesen Beitrag gelesen - und zwar eenfalls nach einer schönen, &#039;gelungenen&#039; Konfirmation. Dieser Satz beschreibt ziemlich gut die (landes-)kirchliche Wirklichkeit; aber dieses Symptom findet sich modfiziert wohl auch im freikirchlichen Bereich. Allerdings kann sich auch etwas verändern, wenn wir als ein &#039;Partner&#039; dieses problematischen Paares lange genug wissen, wo wir hinwollen und das auch entsprechend kommunizieren. Manche fordert das vielleicht auch zur &#039;Scheidung&#039; heraus und sie suchen sich dann eine Gemeinde, wo sie den kirchlichen Service leichter bekommen - aber das sollte unserer Klarheit nicht schaden? Viel schwieriger finde ich es, in der Leitung und im &#039;Kern&#039; einer landeskirchlichen Gemeinde eine gemeinsame, biblische Klarheit und konkrete Vision zu finden und umzusetzen. Aber auch das kann gelingen!

Deshalb stimmt deine Antwort: &quot;ein bisschen bewegt man doch schon, wenigstens in einer Gemeinde, wenn man lange genug bleibt. Und was Gott dann daraus macht, ist seine Sache.&quot; So ist es.

Segenswunsch aus dem Allgäu in die tiefe Ebene! :)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Wir freuen uns, wenn ihr es gut macht, wir schätzen euch dann, wir bezahlen euch, wir machen auch in Grenzen mit &#8211; aber bewahrt uns davor, allzu tief da hineingezogen zu werden.&#8220;</p>
<p>Hallo Walter,<br />
mit großer Zustimmung habe ich diesen Beitrag gelesen &#8211; und zwar eenfalls nach einer schönen, &#8218;gelungenen&#8216; Konfirmation. Dieser Satz beschreibt ziemlich gut die (landes-)kirchliche Wirklichkeit; aber dieses Symptom findet sich modfiziert wohl auch im freikirchlichen Bereich. Allerdings kann sich auch etwas verändern, wenn wir als ein &#8218;Partner&#8216; dieses problematischen Paares lange genug wissen, wo wir hinwollen und das auch entsprechend kommunizieren. Manche fordert das vielleicht auch zur &#8218;Scheidung&#8216; heraus und sie suchen sich dann eine Gemeinde, wo sie den kirchlichen Service leichter bekommen &#8211; aber das sollte unserer Klarheit nicht schaden? Viel schwieriger finde ich es, in der Leitung und im &#8218;Kern&#8216; einer landeskirchlichen Gemeinde eine gemeinsame, biblische Klarheit und konkrete Vision zu finden und umzusetzen. Aber auch das kann gelingen!</p>
<p>Deshalb stimmt deine Antwort: &#8222;ein bisschen bewegt man doch schon, wenigstens in einer Gemeinde, wenn man lange genug bleibt. Und was Gott dann daraus macht, ist seine Sache.&#8220; So ist es.</p>
<p>Segenswunsch aus dem Allgäu in die tiefe Ebene! 🙂</p>
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		<item>
		<title>
		Von: tiefebene		</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/praxis/konfirmation/#comment-64</link>

		<dc:creator><![CDATA[tiefebene]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2007 21:46:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tiefebene.wordpress.com/2007/04/17/konfirmation/#comment-64</guid>

					<description><![CDATA[Ich würde deine &quot;böse These&quot; noch mal ausweiten und behaupten, dass das nicht nur im Konfirmandenbereich so ist. Und es ist nicht nur im Konfirmandenbereich nötig, sich sehr grundlegend zu verändern, damit der Partner (die Gesellschaft) darauf reagieren muss. Und, genau, das heißt: sehr gut über die eigenen Ziele nachdenken. Nicht das Mainstream-Denken reproduzieren. Damit bleibt man auch selbst gesünder.

Gerade wenn es eigentlich gut läuft, merke ich aber besonders, wie sehr mir dieses gesellschaftliche Grundmuster Grenzen setzt. Andererseits: ein bisschen bewegt man doch schon, wenigstens in einer Gemeinde, wenn man lange genug bleibt. Und was Gott dann daraus macht, ist seine Sache.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde deine &#8222;böse These&#8220; noch mal ausweiten und behaupten, dass das nicht nur im Konfirmandenbereich so ist. Und es ist nicht nur im Konfirmandenbereich nötig, sich sehr grundlegend zu verändern, damit der Partner (die Gesellschaft) darauf reagieren muss. Und, genau, das heißt: sehr gut über die eigenen Ziele nachdenken. Nicht das Mainstream-Denken reproduzieren. Damit bleibt man auch selbst gesünder.</p>
<p>Gerade wenn es eigentlich gut läuft, merke ich aber besonders, wie sehr mir dieses gesellschaftliche Grundmuster Grenzen setzt. Andererseits: ein bisschen bewegt man doch schon, wenigstens in einer Gemeinde, wenn man lange genug bleibt. Und was Gott dann daraus macht, ist seine Sache.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: pastorsandy		</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/praxis/konfirmation/#comment-63</link>

		<dc:creator><![CDATA[pastorsandy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2007 10:28:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tiefebene.wordpress.com/2007/04/17/konfirmation/#comment-63</guid>

					<description><![CDATA[Ich denke auch verstärkt darüber nach, was es heißt, durch die Konfirmation Teil einer Ausbildungseinrichtung zu sein, die von kirchlicher Seite komplett andere Intentionen vertritt als an Erwartungen von Etern- bzw. Konfirmandenseite.
Du schreibst, dass man qua Erfahrungen aus der Paartherapie weiß, dass man durch Veränderung der eigenen Herangehensweise auch das Gegenüber beeinflußt.
Das bedeutet aber auch, dass man wissen muß, was die eigenen Intentionen und Erwartungen sind. Ich stelle einfach mal die böse These auf, dass im landeskirchlichen Bereich die meisten Pastoren die Struktur des Konfi-Unterrichts bzw. der abschließenden Konfirmation prozess-/ amtsmüde nicht mehr reflektieren, sondern einfach laufen lassen.
Sollen wir uns trauen das &quot;gesellschaftliche Muster&quot; (wie du es nennst) kritisch zu hinterfragen und daraus ein transparentes System von KU (und auch evtl. begleitendem KU-Eltern Treffen) zu entwickeln die auch unseren Erwartungen entsprechen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke auch verstärkt darüber nach, was es heißt, durch die Konfirmation Teil einer Ausbildungseinrichtung zu sein, die von kirchlicher Seite komplett andere Intentionen vertritt als an Erwartungen von Etern- bzw. Konfirmandenseite.<br />
Du schreibst, dass man qua Erfahrungen aus der Paartherapie weiß, dass man durch Veränderung der eigenen Herangehensweise auch das Gegenüber beeinflußt.<br />
Das bedeutet aber auch, dass man wissen muß, was die eigenen Intentionen und Erwartungen sind. Ich stelle einfach mal die böse These auf, dass im landeskirchlichen Bereich die meisten Pastoren die Struktur des Konfi-Unterrichts bzw. der abschließenden Konfirmation prozess-/ amtsmüde nicht mehr reflektieren, sondern einfach laufen lassen.<br />
Sollen wir uns trauen das &#8222;gesellschaftliche Muster&#8220; (wie du es nennst) kritisch zu hinterfragen und daraus ein transparentes System von KU (und auch evtl. begleitendem KU-Eltern Treffen) zu entwickeln die auch unseren Erwartungen entsprechen?</p>
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