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	<title>Erlebtes &#8211; Walters Werkstatt: Theologie, Gesellschaft und Kirche</title>
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	<description>Texte aus der norddeutschen Tiefebene</description>
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	<title>Erlebtes &#8211; Walters Werkstatt: Theologie, Gesellschaft und Kirche</title>
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		<title>Was inzwischen geschah</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2020 13:09:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein konzentrierter Rückblick auf die letzten fünf Jahre<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ferlebtes%2Fwas-inzwischen-geschah%2F&amp;action_name=Was%20inzwischen%20geschah&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2015 ist auf dieser Seite nicht mehr viel passiert. Das hängt damit zusammen, dass die letzten fünf Jahre zu den anstrengendsten meines Lebens gehörten. Ich habe viele neue Dinge erlebt und gelernt, ich habe intensiv reflektiert, aber mir blieb weder die Kraft noch die Zeit, um darüber zu bloggen. Manchmal war es auch nicht möglich, weil es um Personen ging, die ich durch eine Veröffentlichung vielleicht beschädigt hätte. Jetzt habe ich es wenigstens geschafft, diese Webseite zu überarbeiten, sie zu einem anderen Provider zu transferieren und wieder in einen entwicklungsfähigen Zustand zu versetzen.</p>
<p>Um das alles nicht ganz so abstrakt zu lassen, will ich wenigstens im Überblick erzählen, was mich in den letzten Jahren beschäftigt hat.</p>
<h4>Geflüchtete in unserer Gemeinde</h4>
<p>Da war zunächst einmal die Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete, die im Oktober 2015 buchstäblich über Nacht in unserer Gemeinde entstanden ist. Mit einigen Nachbargemeinden haben wir uns dort von Anfang an engagiert (wenigstens <a href="https://www.walterfaerber.de/rueckblick-auf-zweieinhalb-jahre-1-in-der-geblaesehalle/">darüber habe ich etwas geschrieben</a>). Und auch nachdem die Einrichtung im Frühjahr 2016 auslief, beanspruchte mich die Arbeit mit den christlichen Iranern, die zu uns in die Gemeinde gekommen waren, zusätzlich zur normalen Gemeindearbeit. Verhandlungen mit Behörden und Kommunen, aber auch die Betreuung über Sprachbarrieren hinweg brauchten viel Zeit und Kraft.</p>
<p>Gleichzeitig waren die Iraner aber auch eine enorme Bereicherung: zunächst einmal für uns persönlich, aber auch für die Gemeinde. Von interkultureller Kompetenz habe ich nie gesprochen, aber die Präsenz so vieler Christen aus einem anderen Kulturkreis war für viele Menschen aus unsere Gemeinde eine prägende Erfahrung.</p>
<p>Als das dann langsam in einen Normalbetrieb übergegangen war, folgten die Anhörungen beim Bundesamt, vor allem 2017. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich frühmorgens nach Braunschweig gefahren bin, nur um dann einen ganzen Vormittag in einem zugigen Warteraum zuzubringen, in der Hoffnung, dass es diesmal nicht so lange dauern würde, bis der betreute Flüchtling oder die betreute Familie an der Reihe wäre. In der Regel wurde diese Hoffnung enttäuscht, und wir kamen irgendwann am mehr oder weniger späten Nachmittag zurück. Ich erlebte mit, wie sehr es vom jeweiligen Interviewer<img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/2015-16-168x300.png" alt="" width="168" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-6957" srcset="https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/2015-16-168x300.png 168w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/2015-16.png 539w" sizes="(max-width: 168px) 100vw, 168px" /> und anderen Zufällen abhing, ob ein Flüchtling im ersten Anlauf anerkannt wurde oder nicht. Menschen, deren Geschichten mir äußerst windig und zweifelhaft erschienen, wurden anerkannt, und andere, deren christlichen Glauben ich als sehr persönlichkeitsprägend erlebt hatte, wurden als unglaubwürdig abgelehnt. Diese Zeit war körperlich wie emotional sehr belastend.</p>
<p>Im Anschluss daran kamen Gerichtstermine mit denen, die nicht anerkannt worden waren und dagegen klagten. Im Verwaltungsgericht waren die Räume angenehmer und die Richterinnen und Richter meistens sorgfältiger im Umgang mit dem Einzelfall. Aber bis heute sind einige Verfahren noch nicht zur Verhandlung gelangt.</p>
<p>Inzwischen sind viele unserer iranischen Freunde weitergezogen (meistens in größere Städte), aber immer noch sind in so gut wie jedem Gottesdienst in Groß Ilsede auch iranische Christen dabei.</p>
<h4>Dienstende</h4>
<p>Ende Mai 2019 <a href="https://www.walterfaerber.de/predigten/epheser03_14-21-vieldimensionale-erkenntnis/">bin ich aus dem Pfarrdienst ausgeschieden</a>. Die Vorbereitungen und Vorüberlegungen dazu haben schon einige Jahre vorher begonnen. Da absehbar war, dass meine Stelle nach meinem Ausscheiden reduziert werden würde, haben wir in Zusammenarbeit mit drei Nachbargemeinden eine neue Struktur vorbereitet, die dann wenigstens zwei volle Pfarrstellen umfasste. Auch dafür war viel Überzeugungsarbeit zu leisten, die zeitweise ebenso anstrengend war wie die Anhörungen beim Bundesamt. Aber im Frühjahr 2019, kurz vor meinem Ausscheiden, war alles beschlossen und in Kraft.</p>
<p>Das Ende meines Berufstätigkeit habe ich weder als großen Verlust noch als große Befreiung erlebt. Zunächst absorbierten andere Dinge meine Aufmerksamkeit; und dann wird mir immer deutlicher, dass jetzt etwas Neues begonnen hat, das nur langsam Konturen annimmt (s.u.). Ich freue mich sehr darauf. Gelegentlich helfe ich in der Gemeinde aus, aber vor allem bin ich dabei, Neues anzugehen.</p>
<h4>Persönliches</h4>
<p><img decoding="async" src="https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/2020-08-10_11-17-36-scaled-1-1024x681.jpg" alt="" width="512" height="340" class="alignleft size-large wp-image-6956" srcset="https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/2020-08-10_11-17-36-scaled-1-1024x681.jpg 1024w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/2020-08-10_11-17-36-scaled-1-300x199.jpg 300w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/2020-08-10_11-17-36-scaled-1-768x511.jpg 768w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/2020-08-10_11-17-36-scaled-1-1536x1021.jpg 1536w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/2020-08-10_11-17-36-scaled-1-2048x1362.jpg 2048w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/2020-08-10_11-17-36-scaled-1-1200x798.jpg 1200w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/2020-08-10_11-17-36-scaled-1-1980x1316.jpg 1980w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" />Schon lange hatten wir überlegt, wo wir wohl nach unserem Auszug aus dem Pfarrhaus wohnen würden. 2017 entschieden wir uns für ein älteres Haus in der Nähe unserer bisherigen Wohnung, deren Lage wir zu schätzen gelernt hatten. Wir wollten nicht auf die grüne Wiese ziehen, sondern möglichst im Zentrum des Ortes bleiben. Hätten wir aber vorher geahnt, wie aufwendig, zeitraubend und mühsam es sein würde, dieses Haus zu modernisieren, dann hätten wir uns vermutlich doch noch etwas anderes gesucht. Das wäre schade gewesen, denn das Haus ist bis heute genau das, was wir uns gewünscht haben. Aber erst die Planungen und dann die Bauarbeiten, die sich immer mehr in die Länge zogen, belasteten sehr. Bis heute ist das Haus noch nicht ganz fertig. Aber im Januar 2020, noch kurz vor der Corona-Zeit, konnten wir endlich in ein einigermaßen bewohnbares Haus umziehen.</p>
<p>Auch in der Familie haben wir in dieser Zeit viele Veränderungen erlebt: 2018 wurde unser erstes Enkelkind geboren, 2020 das zweite. Das hat meine Sicht auf die kommende Klimakatastrophe grundlegend verändert. Ich kenne jetzt Menschen, die meinem Herzen nahe sind und &#8211; nach heutigen Wahrscheinlichkeiten &#8211; gute Chancen haben, noch das 22. Jahrhundert zu erleben und dann in einer Welt leben zu müssen, die sich vielleicht um 3 Grad erwärmt hat. Das ist viel beunruhigender als alles, was ich bisher schon über die wahrscheinlichen Folgen unseres Raubbaus an der Schöpfung wusste. Ende 2018 erkrankte meine Mutter an Krebs. Sie starb, drei Wochen nach Beginn meines Ruhestands, im Juni 2019. Die Auflösung der Wohnung und die Regelung anderer Angelegenheiten beschäftigten meine Schwester und mich bis Anfang 2020; ganz abgeschlossen ist das alles bis heute nicht.</p>
<p>Das alles führte dazu, dass ich das Dienstende gar nicht als solches erlebte. An die Stelle der Arbeit im Pfarramt trat nun nahtlos die Arbeit am Haus: auf der Baustelle und in vielen Detailentscheidungen, deren Folgen meist schwer abzusehen waren. Im Rückblick kann ich wirklich nur sagen, dass Gott uns haarscharf an vielen möglichen Katastrophen vorbeigeleitet hat. Alle vorherigen Zukunftsplanungen waren zunächst Makulatur, weil die Arbeit mit dem Haus keinen anderen Spielraum zuließ. Bis heute ist das noch nicht vorbei. Allerdings komme ich jetzt langsam zu anderem, zB zur Arbeit an dieser Webseite.</p>
<h4>Zukunftsperspektiven</h4>
<p>Noch während meines aktiven Dienstes habe ich den Posten des Lektorenbeauftragten im Kirchenkreis übernommen, um auch in Zukunft ein kirchliches Praxisfeld zu haben, das zu meinen Schwerpunkten passt. Seit 2019 organisiere ich in diesem Rahmen eine regionale Lektorenausbildung. Es macht große Freude, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die ein echtes Interesse an Inhalten haben und sich damit in ihren Gemeinden einbringen wollen.</p>
<p>Kurz nach unserem Umzug begann dann der Corona-Lockdown. Für mich selbst änderte sich nicht sehr viel: die Handwerker arbeiteten weiter, die Baumärkte wurden nur kurz geschlossen, und ich war sowieso den ganzen Tag am Haus beschäftigt und hätte keine Zeit gehabt, um unter Leute zu gehen. Nur mein zweites Enkelkind habe ich zum ersten Mal im Sommer gesehen, als es schon deutliche Krabbel-Ambitionen hatte. Durch den Wegfall fast aller kirchlichen Veranstaltungen hatten aber nun KollegInnen Zeit für etwas, was sonst im Pfarramt so gut wie unmöglich ist: regelmäßige Treffen mit Bibelarbeit und intensiven Gesprächen. Möglich wurde das durch die Videokonferenzen, die wir erst in der Corona-Zeit als einen guten Kommunikationskanal entdeckten. Nie, nie, nie wäre es vorher denkbar gewesen, dass wir uns viermal in der Woche ohne offiziellen Anlass sehen und sprechen. </p>
<p><a href="https://www.youtube.com/channel/UCmW9ycYZVpCV9PO5DItq9bg/"><img decoding="async" src="http://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/Titel-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" class="alignright size-medium wp-image-6955" srcset="https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/Titel-300x169.jpg 300w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/Titel-1024x576.jpg 1024w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/Titel-768x432.jpg 768w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/Titel-1200x675.jpg 1200w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2020/09/Titel.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Aus diesen Gesprächen erwuchs dann das Projekt der &#8222;<a href="https://www.youtube.com/channel/UCmW9ycYZVpCV9PO5DItq9bg/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">WG-Gottesdienste</a>&#8220; . Wir stellen uns vor, dass wir uns sonntags um 12 Uhr am Küchentisch unserer Pfarrhaus-WG treffen und miteinander Gottesdienst feiern. So, wie wir selbst es gerne tun würden, ohne Rücksicht auf kirchliche oder liturgische Vorgaben. Wir tun es allerdings auf Zoom, die WG ist nur virtuell, und für alle, die gern dabei wären, streamen wir das ganze auf YouTube. Nach einigen technischen Pannen klappt das jetzt ziemlich reibungslos. In meinem ganzen Berufsleben habe ich solche intensiven Diskussionen mit Amtsgeschwistern immer vermisst, und jetzt ist das plötzlich möglich. Wir haben inzwischen den Hebräerbrief, Amos und Micha bearbeitet, danach eine Psalmenauswahl, und im Augenblick ist der Kolosserbrief dran. Es ist enorm bereichernd, und sicher werden auch Früchte unserer Diskussionen noch den Weg auf diese Webseite finden.</p>
<p>Damit bin ich in der Gegenwart angekommen. Ich hoffe, dass ich in Zukunft doch etwas mehr Zeit habe, um Theologie zu entwickeln und auch hier zu teilen.<!-- /wp:post-content --></p>
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		<title>Internationale Gemeinde auf dem Land</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2018 11:11:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
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					<description><![CDATA[Rückblick auf 2 1/2 Jahre mit Geflüchteten (2)<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ferlebtes%2Frueckblick-auf-2-1-2-jahre-mit-gefluechteten-2internationale-gemeinde-auf-dem-land%2F&amp;action_name=Internationale%20Gemeinde%20auf%20dem%20Land&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class=“querbalken“>Alle Posts dieser Reihe: | <a title=“Wir schaffen das“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/ilsede-wird-standort-einer-erstaufnahmeeinrichtung-fuer-fluechtlinge/“>Wie alles anfing</a> | <a title=“In der Gebläsehalle“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/rueckblick-auf-zweieinhalb-jahre-1-in-der-geblaesehalle/“>Teil 1</a> | <a title=“Internationale Gemeinde auf dem Land“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/rueckblick-auf-2-1-2-jahre-mit-gefluechteten-2internationale-gemeinde-auf-dem-land/“>Teil 2</a> |</p>
<p>Schon 2015 waren wir in der Gebläsehalle mit christlich orientierten Iranern in Kontakt gekommen. Sie waren nicht vor Krieg geflohen, sondern vor der Repression in ihrem Heimatland. Hier suchten sie nach Anschluss an eine Gemeinde, und weil sie mich aus dem Camp kannten und unsere Kirche gleich in der Nachbarschaft war, kamen sie auch zu uns in den Gottesdienst.</p>
<p>Ich habe es damals sehr bewundert, dass sie, obwohl sie ja zunächst einmal beinahe nichts verstanden, doch immer wieder im Gottesdienst auftauchten. Zum Glück hatten wir damals schon Kontakt zu zwei Iranern, die bereits länger in Deutschland lebten und gelegentlich übersetzen konnten. Und ich kann mich an erste Bibeldiskussionen in der Gebläsehalle erinnern: in einer der vielen Familienkojen auf dem Boden sitzend, mit Google Translator (der damals Persisch nur sehr andeutungsweise verständlich machte) und natürlich Tee.</p>
<p>Bald hatten wir eine ganze Reihe von guten Kontakten in der Gebläsehalle. Und obwohl der größte Teil der Bewohner aus Syrien kam, hatten wir es bald vor allem mit Iranern zu tun. Wir hatten uns das nicht ausgesucht, es ist einfach so gekommen.</p>
<p>Noch 2015 entschlossen wir uns kurzfristig, <a href="https://www.walterfaerber.de/kleingruppen-und-cluster-1/">in unserer recht flexiblen Gemeinschaft</a> eine internationale Untergruppe einzurichten. Die ersten Male waren chaotisch: einige Familien brachten ihre Kinder mit, die damals in der unsicheren Situation noch sehr unruhig waren und sich verständlicherweise unter den Erwachsenen langweilten. Andere telefonierten zwischendurch und wollten uns mal kurz der Mutter oder dem Cousin im Iran vorstellen. Eben eine Begegnung von zwei unterschiedlichen Kulturen.</p>
<p>Aber nach und nach spielte sich das alles ein. Wir haben in unserer Gemeinschaft eine Eingangsliturgie, die an jedem Abend gleich ist (nach der Liturgie von Iona in Schottland). Jetzt merkten wir, dass es für die Neuankömmlinge sehr hilfreich war, wenn es so ein konstantes Element gab, das sie nach und nach mitsprechen konnten. In den Gruppen arbeiteten wir mit der Bibellteilen-Methode, bei der jeder seine Gedanken beisteuern kann. Ein Problem blieb lange die Sprache. Nicht immer war ein Übersetzer zur Hand. Aber irgendwie haben wir es doch hinbekommen.</p>
<p>Wir haben dann darauf hingearbeitet, dass möglichst viele von unseren guten Bekannten aus dem Camp nach Ilsede oder Peine verteilt wurden. Das war damals recht einfach, weil auch die Behörden ein Interesse hatten, Menschen im Landkreis zu behalten, die schon Kontakte vor Ort hatten.</p>
<p><img decoding="async" src="http://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2018/04/13219614_1018744628207116_1051057853_n-e1523272139763.jpg" alt="" width="250" height="220" class="alignright size-full wp-image-5683" />Am Pfingstmontag 2016 haben wir im Gottesdienst 13 Iraner zwischen 3 und 38 Jahren getauft. Für die Taufgespräche haben wir einen Dolmetscher organisiert. So wurden die iranischen Geschwister für mich immer stärker zu Personen mit einem eigenen Lebensweg und einer je eigenen Art, damit umzugehen. Es ist ja ein wichtiger Schritt, wenn man langsam anfängt, nicht mehr vor allem die kulturellen Unterschiede zu sehen, sondern das persönliche Profil des jeweiligen Menschen.</p>
<p>2016 haben wir insgesamt viel an elementarer Integrationsarbeit geleistet. Es ging dabei oft um einfache Dinge wie z.B. das Bedienen von Bankautomaten, Telefonverträge oder die Funktionsweise des Gesundheitssystems. Besonders nervig waren die Briefe von der Rundfunk-Gebühren-Einzugszentrale, auch wenn sie sich inzwischen &#8222;Beitragsservice&#8220; nennt. Und auch wir haben über den Fragebögen der Sozialbehörden gegrübelt und nicht verstanden, was die da wissen wollten und was das jeweils für Folgen hat. Es war auch einiges an Einsatz nötig, bis unsere Leute akzeptable Wohnungen hatten. Gelegentlich musste ich darauf hinweisen, dass Konflikte in Deutschland bitteschön nur mit Worten auszutragen sind. Aber ich hatte auch die Autorität, so etwas zu sagen und wurde gehört. Auch hier: es gäbe viele Geschichten zu erzählen, aber dies soll ja ein Überblick bleiben.</p>
<p>Aus der Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden entstand das &#8222;Ökumenische Integrationsnetz Ilsede&#8220;. Der Kirchenkreis bewilligte uns dafür eine halbe Stelle für einen Mitarbeiterin, die die Betreuung der Freiwilligen übernahm, sich um spezielle Einzelfälle kümmerte und auch viele Kontakte zur Kommune und zum Landkreis hielt. Auch ich bin in diesem Jahr gefühlt jede Woche im Rathaus gewesen. Wir haben dabei gemerkt, dass die Arbeit in unseren Dörfer und Ortsteilen anders laufen muss, dezentraler, als in der Stadt, wo es größere Heime und Zentren gibt. </p>
<p>Immer wieder kam natürlich die Frage: wie lange dauert es, bis wir anerkannt sind und uns selbst eine Wohnung suchen können? Einige warteten darauf, ihre Familien nachholen zu können. Ich hatte aus meinen bisherigen Erfahrungen heraus mit einer Frist von etwa einem Jahr bis zur entscheidenden Anhörung beim Bundesamt getippt. Am Ende dauerte es bei den meisten fast doppelt so lange.</p>
<p>Unsere Gemeinde ging unproblematisch mit den neuen internationalen Mitgliedern um. Vielleicht lag das auch daran, dass wir ja schon in den Jahren 2002-2008 Erfahrungen mit einem Kirchenasyl gemacht hatten. Eine Zeit lang wurde der Predigttext im Gottesdienst immer auch auf Persisch vorgelesen. Mehr wäre über unsere Möglichkeiten gegangen. Und allmählich wurden die Deutschkenntnisse auch besser.</p>
<p>2017 war dann das Jahr, in dem es endlich zu den Anhörungen kam.</p>
<p><p class=“querbalken“>Alle Posts dieser Reihe: | <a title=“Wir schaffen das“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/ilsede-wird-standort-einer-erstaufnahmeeinrichtung-fuer-fluechtlinge/“>Wie alles anfing</a> | <a title=“In der Gebläsehalle“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/rueckblick-auf-zweieinhalb-jahre-1-in-der-geblaesehalle/“>Teil 1</a> | <a title=“Internationale Gemeinde auf dem Land“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/rueckblick-auf-2-1-2-jahre-mit-gefluechteten-2internationale-gemeinde-auf-dem-land/“>Teil 2</a> |</p><!-- /wp:post-content --></p>
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		<title>In der Gebläsehalle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2018 05:29:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
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		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
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					<description><![CDATA[Rückblick auf 2 1/2 Jahre mit Geflüchteten (1)<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ferlebtes%2Frueckblick-auf-zweieinhalb-jahre-1-in-der-geblaesehalle%2F&amp;action_name=In%20der%20Gebl%C3%A4sehalle&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class=“querbalken“>Alle Posts dieser Reihe: | <a title=“Wir schaffen das“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/ilsede-wird-standort-einer-erstaufnahmeeinrichtung-fuer-fluechtlinge/“>Wie alles anfing</a> | <a title=“In der Gebläsehalle“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/rueckblick-auf-zweieinhalb-jahre-1-in-der-geblaesehalle/“>Teil 1</a> | <a title=“Internationale Gemeinde auf dem Land“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/rueckblick-auf-2-1-2-jahre-mit-gefluechteten-2internationale-gemeinde-auf-dem-land/“>Teil 2</a> |</p>
<p><strong>Als ich vor zweieinhalb Jahren hier schrieb, <a href="https://walterfaerber.de/2015/10/17/ilsede-wird-standort-einer-erstaufnahmeeinrichtung-fuer-fluechtlinge/">dass Ilsede Standort einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge werden würde</a>, ahnte ich schon, dass da einiges an Arbeit auf mich zukommen würde. Aber ich ahnte nicht, wie intensiv das mich und die Gemeinde beschäftigen würde, und vor allem: dass es zweieinhalb Jahre dauern würde, bis ich wieder (abgesehen von der Veröffentlichung einiger Predigten) den Anlauf zum Bloggen schaffe.</strong></p>
<p><img decoding="async" src="https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2018/04/dsc_0005-scaled-1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" class="alignright size-medium wp-image-4193" srcset="https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2018/04/dsc_0005-scaled-1-300x199.jpg 300w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2018/04/dsc_0005-scaled-1-1024x681.jpg 1024w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2018/04/dsc_0005-scaled-1-768x511.jpg 768w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2018/04/dsc_0005-scaled-1-1536x1021.jpg 1536w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2018/04/dsc_0005-scaled-1-2048x1362.jpg 2048w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2018/04/dsc_0005-scaled-1-1200x798.jpg 1200w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2018/04/dsc_0005-scaled-1-1980x1316.jpg 1980w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Der Vorsatz, regelmäßig aus der Gebläsehalle (dem Standort der Einrichtung, siehe Bild oben) zu berichten, erwies sich als undurchführbar. Der wichtigste Grund dafür war natürlich, dass viel zu wenig Zeit dafür blieb. Es ging dabei aber auch immer um Menschen: Flüchtlinge natürlich, aber auch deutsche Mitarbeiter der vielen Hilfsorganisationen. Begegnungen wären beschädigt worden, wenn ich dabei im Kopf immer schon etwas für den Blog formuliert hätte.</p>
<p>Deswegen kommt nun ein eher summarischer Rückblick in mehreren Teilen.</p>
<h5>Die Pionierphase</h5>
<p>Am Anfang stand die Pionierphase: es wurde improvisiert, und bis dahin wirdfremde Menschen arbeiteten unproblematisch zusammen. Die Hilfsorganisationen brachten ihr Know-How mit der Unterbringung und Versorgung großer Menschengruppen ein, aber alle Abläufe, die sich speziell auf Flüchtlinge bezogen, mussten erst neu organisiert werden. Auch die Mitarbeiter des Landkreises (der die Trägerschaft des Ganzen hatte) wussten nicht immer genau, wie es weiterging, denn sie waren wiederum vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abhängig, in dessen Auftrag der Landkreis die Einrichtung betrieb.</p>
<p>In dieser Zeit gab es jeden Tag unvorhergesehene Situationen. Ich hatte meiner Frau z.B. eines Morgens zu berichten, dass wir über Nacht acht syrische Gäste gehabt hatten, die jetzt Frühstück brauchten. Aber wir haben in dieser Zeit viele Dinge unkonventionell gemanagt, die sonst viel mühsamer gewesen wären. Auch mit den Mitarbeitern der verschiedenen Behörden und der Security gab es in der Regel eine gute, konstruktive Zusammenarbeit. Es gab unglaublich viel guten Willen und Vertrauen. Viele einzelne großartige (und auch weniger großartige)  Geschichten aus dieser Zeit gibt es, aber man kann sie eigentlich nur persönlich weitererzählen. Ich war wirklich stolz auf unseren Landkreis, der das organisatorisch gut hinbekam, und in dem es so viele engagierte Freiwillige gab.</p>
<p>Auf der anderen Seite war es für alle Beteiligten enorm beanspruchend. Ich selbst war so gut wie jeden Tag in der Einrichtung. Auf Bitten des Landkreises haben wir uns um die Kinderbetreuung gekümmert. Wir, das waren im Kern außer mir die Kollegin aus der Nachbargemeinde und später eine Mitarbeiterin, die wir aus landeskirchlichen Mitteln anstellen konnten; dazu eine recht große Gruppe von immer wieder wechselnden Freiwilligen. Auch da gab es ein tolles Engagement. Wir hatten den Vorteil, dass wir mit unserer kirchlichen Mitarbeiterkultur viele Einzelheiten der Zusammenarbeit nicht erst erfinden mussten. Trotzdem gab es immer wieder neue Situationen, in denen wir flexibel reagieren mussten. Ich weiß nicht mehr, wie oft wir mit unserer Spielzone umgezogen sind. Aber es war toll zu erleben, dass wir auch ohne große Diskussionen oder Absprachen in die gleiche Richtung arbeiteten und uns 100%ig aufeinander verlassen konnten.</p>
<p>Ich selbst erlebte mich ein wenig als Seelsorger in der Einrichtung. Ich sprach mit Flüchtlingen (oft mehr mit Gesten als mit Worten), mit der Leitung, mit anderen Freiwilligen aus unterschiedlichsten Hintergründen, mit den Mitarbeitern der Hilfsorganisationen und der Security. Für viele war das eine sehr intensive Zeit, beanspruchend, aber auch eindrucksvoll. Manche  waren froh, dass sie hier wieder einen guten Job gefunden hatten. Die Flüchtlingsbetreuung hat ja auch viele Arbeitsplätze geschaffen, und es wundert mich gar nicht, dass Deutschland sich seit dem Herbst 2015 einer langanhaltenden guten Konjunktur erfreut.</p>
<h5>Sechs intensive Monate</h5>
<p>Nach einigen Wochen war ich tief erschöpft und bin erst einmal ein paar Tage krank geworden. Danach kam Weihnachten, wo ich dann vor allem in meinem Hauptjob gebunden war.</p>
<p>Als ich danach wieder im &#8222;Camp&#8220; (so nannten es die Flüchtlinge, und wir nahmen ihren Sprachgebrauch auf) war, spürte ich, dass es inzwischen eine klimatische Veränderung gegeben hatte. Es war jetzt alles viel geregelter, aber auch weniger flexibel. Personen hatten gewechselt. Es gab eine Menge Vorschriften. Die Pionierphase war vorbei. Natürlich muss sich irgendwann eine gewisse Regelmäßigkeit und Berechenbarkeit einstellen. Aber es war schon schade, dass nun langsam wieder der Alltag einkehrte, mit bürokratischen Prozeduren und Menschen, die wieder stärker auf die Zuständigkeiten schauten.</p>
<p>Zu Beginn des Jahres 2016 begann der Zustrom an Flüchtlingen zurückzugehen. Die prinzipiell vorhandenen 600 Plätze sind sowieso nie ausgeschöpft worden, aber nun funktionierte die Verteilung der Flüchtlinge auf die Kommunen besser. Es mussten nicht mehr so viele Menschen kurzfristig aufgenommen und beherbergt werden. Im März war die Einrichtung so gut wie leer. Im April 2016 wurde sie geschlossen.</p>
<p>Inzwischen dient die Gebläsehalle wieder als <a href="http://www.geblaesehalle.com" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen, Partys und andere Events mit bis zu 2000 Personen</a>.</p>
<p>Für uns in der Flüchtlingsarbeit Engagierte begann ein neuer Abschnitt.<br />
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		<title>Wir schaffen das</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2015 17:59:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
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					<description><![CDATA[Ilsede wird Standort einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ferlebtes%2Filsede-wird-standort-einer-erstaufnahmeeinrichtung-fuer-fluechtlinge%2F&amp;action_name=Wir%20schaffen%20das&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class=“querbalken“>Alle Posts dieser Reihe: | <a title=“Wir schaffen das“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/ilsede-wird-standort-einer-erstaufnahmeeinrichtung-fuer-fluechtlinge/“>Wie alles anfing</a> | <a title=“In der Gebläsehalle“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/rueckblick-auf-zweieinhalb-jahre-1-in-der-geblaesehalle/“>Teil 1</a> | <a title=“Internationale Gemeinde auf dem Land“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/rueckblick-auf-2-1-2-jahre-mit-gefluechteten-2internationale-gemeinde-auf-dem-land/“>Teil 2</a> |</p>
<p>Seit gestern ist Groß Ilsede Standort einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, die vom Landkreis Peine in Amtshilfe für das Land Niedersachsen organisiert wird. Bis zu 300 Flüchtlinge sollen in der ehemaligen Gebläsehalle auf dem Hüttengelände unterkommen (zur Klarheit: die Menschen werden erst anschließend Kommunen zugewiesen; sie sind z.Zt. noch in der Aufnahmeprozedur).</p>
<p>Als Ortsgemeinde fühlen wir uns natürlich in der Mitverantwortung für die Menschen dort. Gemeinsam mit Pfarrer Mogge von der katholischen St. Bernward-Gemeinde und Pastorin Schmager aus Oberg war ich vorgestern und gestern auf dem Gelände, um zu schauen, was da auf unseren Ort zukommt. Heute morgen haben wir in Absprache mit dem Landkreis begonnen, eine Kinderzone im Foyer der Gebläsehalle einzurichten.</p>
<p>Der erste Eindruck: es ist beeindruckend, dass die Hilfsorganisationen quasi über Nacht ein Projekt für 300 Leute auf die Beine stellen können. Ich zähle jetzt mal keine Beteiligten auf, damit ich niemand übergehe. Es war bestimmt eine zweistellige Zahl von Diensten und Organisationen, die beteiligt waren. Toll, dass wir auf solche unerwarteten Situationen vorbereitet sind: Es gibt Material dafür, es gibt Freiwillige, es gibt Organisationsstrukturen. Das ist schon beruhigend, wenn man denkt, dass man ja auch selbst mal auf so was angewiesen sein könnte (Naturkatastrophen, Bombenräumung &#8230;).</p>
<p>Der zweite Eindruck: es war eine gute Entscheidung des Landkreises, die Gebläsehalle auszuwählen. Massenquartiere sind nichts Schönes, aber die Gebläsehalle ist aus vielen Gründen gut geeignet. Sie liegt zentral, sanitäre Einrichtungen sind da, und es ist ringsum viel Platz vorhanden, um auch mal draußen zu sein (wenn das Wetter wieder besser ist als heute). Und es ist leichter zu verschmerzen, wenn Konzerte und Veranstaltungen ausfallen, als wenn Turnhallen nicht mehr benutzt werden können.</p>
<p>Am Abend kamen die Flüchtlinge per Bus. Anscheinend stammen sie vor allem aus Syrien, Irak und anderen Ländern der Region. Viele Familien, eine ganze Menge Kinder dabei. Die meisten ziemlich erschöpft. Mir fallen jetzt dauernd Geschichten ein, die ich oft bei Beerdigungsgesprächen gehört habe: wie nach dem Krieg hier Züge mit Flüchtlingen aus dem Osten ankamen, die nur hatten, was sie auf dem Leibe trugen, und die dann auf die Gemeinden aufgeteilt wurden. Sicher war es damals noch viel dramatischer, weil die Versorgung für alle nicht gesichert war. Aber ich glaube, ich kann mich jetzt besser in diese Geschichten hineindenken, die für mich ja bisher eine ferne Vergangenheit waren.</p>
<p>Heute morgen haben wir dann begonnen, eine Kinderzone mit Spielzeug einzurichten. Es war ganz toll, wie lauter Leute spontan vorbeikamen und Sachen dafür brachten. Und dann war es schön. wie die Kinder das Angebot annahmen. Ich ahne nur, was die alles hinter sich haben, aber jetzt waren sie unbeschwert und mit Begeisterung dabei. Und als dann noch Bälle kamen, wurde im Foyer munter gekickt; auch die Leute von der Security waren dabei. Wie Kinder sich an der Gegenwart freuen können! Natürlich kann ich hier keine Fotos posten, aber es war einfach schön zu sehen, wie manchmal von einem Moment zum anderen das Licht in einem Kindergesicht anging. An alle, die dazu beigetragen haben: es bewirkt wirklich etwas. Vielen Dank!</p>
<p>Die Erwachsenen sind deutlich stiller. Einer wollte von mir wissen, wie lange sie hier bleiben müssen. Ich musste ihm sagen, dass das wahrscheinlich im Moment niemand genau weiß. Im Augenblick geht es erstmal um die aktuelle Versorgung. Aber die Unsicherheit über die Zukunft ist bei den Erwachsenen wohl das Belastendste.</p>
<p>Ende nächster Woche soll die Halle voll belegt sein. Das wird natürlich deutlich schwieriger werden. Wir hoffen aber, dass wir auch dann für die Kinder eine Zone freihalten können, wo sie einfach Kinder sein können. Wir möchten dafür regelmäßig Ansprechpartner vor Ort haben. Wer also dabei mithelfen möchte, möge sich bei mir melden &#8211; per Mail, Telefon, Facebook, wie auch immer. Im Moment kann ich noch nichts Genaues dazu sagen, aber in den nächsten Tagen wird es sich klarer herauskristallisieren. Auch Kinderspielzeug brauchen wir weiterhin, aber es ist z.Zt. nicht ganz dringend. Wenn dann nächste Woche die Halle voll belegt ist, werden wir alles brauchen.</p>
<p>Übrigens sucht das Rote Kreuz, das dort eine Kleiderstube eingerichtet hat, vor allem noch Kleidung in kleineren Männergrößen. Sachen konnten heute direkt am Eingang der Halle bei der Security abgegeben werden; die bringen es dann dem Roten Kreuz. Bitte habt aber Verständnis dafür, dass man in der Regel nicht reingelassen wird.</p>
<p>Dank an alle, die so toll mitgemacht haben! Und ich werde hoffentlich die Zeit finden, euch hier auf dem Laufenden zu halten.</p>
<p class="bibel">Diese Hoffnung hat getrogen. <a href="https://walterfaerber.de/2018/04/04/rueckblick-auf-zweieinhalb-jahre-1-in-der-geblaesehalle/">Erst 2,5 Jahre später bin ich wieder zum Bloggen gekommen.</a><br />
<p class=“querbalken“>Alle Posts dieser Reihe: | <a title=“Wir schaffen das“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/ilsede-wird-standort-einer-erstaufnahmeeinrichtung-fuer-fluechtlinge/“>Wie alles anfing</a> | <a title=“In der Gebläsehalle“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/rueckblick-auf-zweieinhalb-jahre-1-in-der-geblaesehalle/“>Teil 1</a> | <a title=“Internationale Gemeinde auf dem Land“ href=“https://www.walterfaerber.de/erlebtes/rueckblick-auf-2-1-2-jahre-mit-gefluechteten-2internationale-gemeinde-auf-dem-land/“>Teil 2</a> |</p><!-- /wp:post-content --></p>
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		<title>Wir trauern mit Groß Ilsede</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jun 2012 20:49:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Volkskirche]]></category>
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					<description><![CDATA[Statement unserer Kirchengemeinde<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ferlebtes%2Fwir-trauern-mit-gros-ilsede%2F&amp;action_name=Wir%20trauern%20mit%20Gro%C3%9F%20Ilsede&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="color: white;background-color: #3c3c3c;padding: 10px;padding-right: 11px;margin: 20px;margin-left: 10px;font-weight: bold">Wir sind erschüttert und tief betroffen von den schrecklichen Geschehnissen in unserer Gemeinde. Wir trauern um vier Kinder, die zum Leben geschaffen waren und nicht zum Sterben.<br />
Wir haben sie gekannt aus der Kinderarbeit und dem Konfirmandenunterricht. Wir können es noch kaum glauben, dass sie uns in Zukunft fehlen werden.<br />
Wir beten für ihre Familie und unterstützen sie mit unseren Möglichkeiten.<br />
Wir danken der Polizei und den Rettungskräften für ihre Unterstützung und Hilfe in der gegenwärtigen Situation.<br />
Wir teilen die Trauer in unserem Ort; wir beten für Groß Ilsede und bieten bei Gottesdiensten und Andachten die Kirche an als einen sicheren Ort, wo Trauer zum Ausdruck kommen und von der Liebe Gottes berührt werden kann.</p>
<p><!-- /wp:post-content --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Emergent Forum #ef10 in Essen: Emergenz in der Praxis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 10:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Emergentes]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
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					<description><![CDATA[Versuch eines Resumees<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Femergentes%2Femergent-deutschland-auf-dem-kirchentag-2%2F&amp;action_name=Emergent%20Forum%20%23ef10%20in%20Essen%3A%20Emergenz%20in%20der%20Praxis&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<ol>
<li>Dieses Forum war nicht nur durch die Inhalte, sondern auch im Stil wahrscheinlich das bisher emergenteste (kann man &#8222;emergent&#8220; steigern?). Der Schwerpunkt lag eindeutig bei den Teilnehmern und ihren Aktivitäten, in den Themenräumen, in in der Lounge und im Rock-Cafe. Um es grotesk zu überspitzen: ein Kongress mit Spitzenreferenten braucht keine Teilnehmer, um abzulaufen; das Forum hätte ohne seine Teilnehmer nicht funktioniert.</li>
<li>Wer also war da? Mit etwa 130-150 Leuten (genau gezählt hat, glaube ich, keiner &#8211; oder doch?) waren wir etwa ein Drittel mehr als im Vorjahr. Und geschätzte 40 % waren zum ersten Mal auf einem Forum. Die Mund-zu-Mund-Propaganda scheint zu funktionieren. Der Altersschwerpunkt lag dabei ganz deutlich zwischen gut 20 und gut 30 Jahren; darüber wurde die Luft schnell dünner.</li>
<li>Bei meiner <a title="Studientag 2007 in Hamburg" href="http://tiefebene.wordpress.com/2007/12/01/emerging-studientag-in-hamburg/" target="_self" rel="noopener noreferrer">ersten emergenten Veranstaltung</a> 2007 war ich über eine beinahe reine Männergesellschaft verwundert. Bei diesem Forum gab es ein ziemlich ausgeglichenes Geschlechterverhältnis. Für einen Landeskirchler (wir müssen ja wahrscheinlich demnächst Männerschutzgebiete einrichten) wie mich immer noch eine ungewohnte Erfahrung.</li>
<li>Das charakteristische Bild aus diesen Tagen in Essen sind für mich viele kleine und große Runden, in denen intensiv und mit wertschätzender Neugier untereinander diskutiert wird. Von Anfang an konnte man mit vielen interessanten Leuten ins Gespräch kommen, die man vorher nicht kannte. Oder bisher nur aus dem Internet (<a href="http://simondevries.posterous.com/emergent-forum" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Simon</a> und <a href="http://schleichwege.wordpress.com/2010/11/22/emergent-forum-2010/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin</a> haben das ausdrücklich reflektiert). Am intensivsten erlebt habe ich das im Plenum am Samstag Mittag (ich habe allerdings schon den Abend und den Sonntag nicht mehr miterlebt, weil ich zu Hause arbeiten musste): der große Saal summte nicht wie der buchstäbliche Bienenkorb, sondern glich mit seinem Stimmengewirr eher einem Marktplatz. Spätestens da war ich mir sicher: es hat sich gelohnt, so konsequent auf die Teilnehmenden und ihre Aktivität zu setzen. Der Ansatz, Räume bereitzustellen, in denen nicht vorhersehbare Lernprozesse ablaufen können, hat funktioniert. Ja, das war das Forum: ein Ort für unübersehbar viele Lernprozesse; ein Ermöglichungsrahmen, in dem sich Menschen gegenseitig auf vielen kleinen und großen Lernschritten begleitet haben. Und das Ganze selbstorganisiert ohne großen Apparat.</li>
<li>Dankbar waren wir aber für die großzügige Gastfreundschaft des Essener <a title="Website des Weigle-Hauses" href="http://weigle-haus.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weigle-Hauses</a>. &#8222;Wenn sich irgendwo etwas gutes Neues bewegt, dann möchten wir da dabei sein&#8220; hatte Rolf Zwick uns am ersten Abend sinngemäß begrüßt. Und das Haus war für das Forum ein beinahe perfektes Umfeld: mit der Lounge und all den vielen größeren und kleineren Räumen, in denen viele unterschiedliche Prozesse gleichzeitig Platz hatten. Dazu kamen die engagierten und freundlichen Mitglieder des Staffs, die anscheinend eine gut funktionierende Organisationskultur im Rücken haben. Und nie habe ich Tobias Klug genervt oder unfreundlich erlebt, trotz der unzähligen kleinen und großen Fragen, die an diesen Tagen bei ihm aufgelaufen sein müssen.</li>
<li>Das vierte Forum war somit eine Illustration der Emergenztheorie: soziale Systeme haben das Potential, sich selbst zu organisieren. Sie sind nicht kontrollierbar und für Überraschungen gut. Sie entwickeln sich weiter und passen sich an Veränderungen an. Es mag sein, dass es auch etwas dauert, bis sich deutlicher herausstellt, wohin die Reise geht. Emergent Deutschland bleibt spannend. Wenn man aber den Echos im Internet zuhört, hat man den Eindruck: nächstes Jahr werden noch ein paar mehr dabei sein.</li>
<li>Eben gerade lese ich noch auf der <a href="http://emergent-deutschland.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website von Emergent Deutschland</a> die <a title="Kommentar von Jay Friedrichs" href="http://emergent-deutschland.de/2010/11/20/programm-emergent-forum-2010/trackback/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anfrage von Jay</a>, ob es nicht &#8211; bei aller Wertschätzung der dezentralen Formen &#8211; auch ein paar Elemente geben könnte, die das Ganze wieder stärker zusammenführen (Jay hat es nicht verdient, dass sich ein etwas merkwürdiger Kritiker an ihn angehängt hat). Das ist sicherlich eine Anregung, die in die Überlegungen zum nächsten Forum eingehen wird. Wir sind eben ein lernendes System.</li>
</ol>
<p><!-- /wp:post-content --></p>
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		<item>
		<title>Das Emergent Forum 2010 und Karl der Große</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Nov 2010 07:39:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Emergentes]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA["Christentum"/Christendom]]></category>
		<category><![CDATA[Emergent Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Missionales]]></category>
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					<description><![CDATA[Kirchengeschichte praktisch<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Femergentes%2Fdas-emergent-forum-ef10-und-karl-der-grose%2F&amp;action_name=Das%20Emergent%20Forum%202010%20und%20Karl%20der%20Gro%C3%9Fe&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" style="width: 300px;float: left;margin-right: 10px" src="http://tiefebene.files.wordpress.com/2010/11/dsc_0001.jpg" alt="Deutschlandkarte Emergent Forum" />Leider habe ich beim Emergent Forum in Essen die Deutschlandkarte mit den Heimatorten der Teilnehmer zu früh fotografiert &#8211; im Laufe des Tages ist der hier beschriebene Effekt noch deutlicher geworden. Aber auch auf diesem Bild ist er schon zu erkennen: die Herkunftsverteilung spiegelt in etwa die Missionssituation auf dem Gebiet des späteren Deutschland um etwa 800 (Kaiserkrönung Karls des Großen).</p>
<p>Im Einzelnen: Gut bestückt ist die Rheinschiene. Das ist alter christlicher Boden noch aus der Zeit des Imperium Romanum. Auch im Süden ist das Christentum seit alters hinter dem schützenden Limes früh verankert gewesen; die Missionstätigkeiten der irischen Mönche (Columban, Gallus) haben es nach der Völkerwanderung wieder neu aktiviert. In der Mitte Deutschlands (Hessen von Frankfurt bis Kassel) hat Bonifatius schon sein Werk getan. Von dort aus wird auch Thüringen beeinflusst.<br />
Spärlich hingegen sind der Norden und Osten christianisiert. Einzelne frühe Missionsstützpunkte (Hamburg, Bremen) liegen ziemlich verloren im heidnischen Gebiet. Auch in Ostfriesland hat sich der neue Glaube noch nicht so richtig durchgesetzt; das Blut des Bonifatius und seiner Mitstreiter wird erst später den Boden dort fruchtbar machen.</p>
<p>Eine relativ starke christliche Zusammenballung ist im Ruhrgebiet zu erkennen; von dort aus startete die fränkische Initiative gegen die heidnischen Sachsen. Wir stehen also an einem Scheidepunkt: sollen die Sachsen und die anderen Ostlinge mit Feuer und Schwert bekehrt werden, wie es ab 800 Karl der Große im Sachsenkrieg versuchte &#8211; oder werden wir diesmal andere Wege finden?<!-- /wp:post-content --></p>
<img decoding="async" src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Femergentes%2Fdas-emergent-forum-ef10-und-karl-der-grose%2F&amp;action_name=Das%20Emergent%20Forum%202010%20und%20Karl%20der%20Gro%C3%9Fe&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></content:encoded>
					
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		<title>Abendmahl beim Emergent Forum #ef09</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 10:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Emergentes]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Abendmahl]]></category>
		<category><![CDATA[Emergent Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Text der Liturgie<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Femergentes%2Fabendmahl-beim-emergent-forum-ef09%2F&amp;action_name=Abendmahl%20beim%20Emergent%20Forum%20%23ef09&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="color: #000000;line-height: 135%">Jemand wollte von mir die Abendmahlsliturgie aus dem Gottesdienst am <a href="http://emergent-deutschland.de/2009/11/29/ef09-liveblog-sonntag-vormittag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">29.11.09 beim Emergent Forum</a> in Erlangen haben. Da ich sie dafür sowieso rekonstruieren muss, kann ich sie auch gleich hier zugänglich machen.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Nach dieser Liturgie feiern wir auch in Ilsede im normalen Gottesdienst das Abendmahl. Allerdings ist es eine bewegliche Liturgie, die je nach Situation &#8211; geplant oder auch spontan &#8211; veränderbar ist. Es ist nicht so gedacht, dass man diese Texte Wort für Wort abliest; sie sollen lebendig bleiben und das heißt: durch die Subjektivität eines Menschen hindurchgehen. Nur das Grundgerüst bleibt als Rahmen bestehen. Deshalb ist dies hier auch nur eine ungefähre Wiedergabe aus dem Gedächtnis.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Ich habe den größten Teil des Textes aus vielen verschiedenen Quellen genommen und im Lauf der Zeit mit eigenen Formulierungen zu diesem Ablauf verbunden. Ich weiß mich allen, auf deren Ideen und Formulierungen ich aufbaue, zu Dank verpflichtet, sehe mich aber außerstande, all diese Quellen noch zu benennen. Stellvertretend für alle sei als wichtige Inspirationsquelle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Huub_Oosterhuis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Huub Oosterhuis</a> genannt.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Übrigens hat Peter auf seinem Blog auch <a href="http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2009/11/29/peters-gedanken/theologie/emergentes-abendmahl" target="_blank" rel="noopener noreferrer">etwas Theologisches dazu geschrieben</a>.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Die Zwischenüberschriften mit ihren teilweise traditionellen Namen sind für die Orientierung da &#8211; lasst euch nicht davon abschrecken, ihr könnt sie auch einfach ignorieren.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>Gabenbereitung:</strong><br />
Wir wollen Abendmahl feiern mit Brot und Wein.<br />
Das Brot ist Zeichen für alles, wovon wir leben. Unsere Nahrung verbindet uns Tag für Tag mit der Erde und mit unzähligen Menschen, ihrer Geschichte und ihrer Arbeit.<br />
<em>[An dieser Stelle habe ich die Geschichte der kurdischen Familie erzählt, von der das Brot zum Abendmahl stammte.]</em><br />
Der Wein ist das Zeichen der Freude und des Festes. Gott gibt uns nicht nur das Notwendige zum Überleben, sondern auch der Glanz und die Freude sollen zum Leben dazugehören.<br />
Jesus nimmt Brot und Wein und verbindet sie für immer mit seinem Tod: sein vergossenes Blut, sein zerbrochener Leib. Wir sollen verstehen, dass Gottes Liebe zu uns keine Schmerzen scheut. Und wenn wir das Brot essen und aus dem Kelch trinken, dann verbinden wir uns mit Jesus Christus und seiner Geschichte, die eingewoben ist in das Netzwerk des Lebens, das die Welt umspannt. Im Abendmahl wird sichtbar, dass wir dazugehören und dazugehören wollen.<br />
Und so lasst uns Gott loben über Brot und Wein:</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>Lobgebet:</strong><br />
Herr, unser Gott,<br />
wir danken dir, dass du uns gewollt hast, erschaffen, ins Leben gerufen.<br />
Wir danken dir für jeden Tag, für jede Stunde unseres Lebens,<br />
für die Luft, die wir atmen und das Licht, das wir sehen.<br />
Du wolltest ein Gott der Menschen sein.<br />
Und auch, als wir uns von dir abwandten und unsere eigenen Wege gingen, hast du uns nicht allein gelassen. Du hast uns deinen Sohn gesandt, Jesus Christus.<br />
Wir danken dir für diesen einzigartigen Menschen. Er hat uns gezeigt, wie ein Mensch leben soll und geht uns voran. Bis zum letzten Atemzug hielt er fest an dir und an seinem Weg.<br />
Und so hast du ihn dann aus dem Tod herausgerufen und hast ihm gutes, starkes, ewiges Leben gegeben, das den Tod nicht mehr fürchten muss.<br />
Mit ihm verbindest du uns in der Kraft deines Heiligen Geistes.<br />
Du machst uns zum Glied seines Leibes, du nimmst uns auf in das Netzwerk der neuen Schöpfung.<br />
Darum loben wir dich mit allen, die uns vorangegangen sind im Glauben, gemeinsam mit dem ganzen Erdkreis preisen wir deinen heiligen Namen. Mit allen, die dich lieben, zu allen Zeiten und in allen Sprachen, singen wir den Lobgesang &#8222;Heilig, Heilig, Heilig&#8220;<br />
[Danke <a href="http://www.lebensart-music.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan</a>, für das &#8222;Heilig, heilig &#8230; holy, holy&#8220; &#8211; das passte super hierher!]</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>Einsetzungsworte mit Einleitung:</strong><br />
Noch immer ist die Welt voller Unrecht, Lüge, Gewalt und traumatisierter Menschen. Mitten in dieser Welt lud Jesus seine Jünger ein an seinen Tisch:<br />
Es war in der Nacht, in der einer seiner Freunde ihn verriet.<br />
Es war in der Nacht, in der sie ihn gefangen nahmen und anklagten.<br />
Es war in der Nacht, in der sie ihn schlugen und verurteilten.<br />
Es war in der Nacht, bevor sie ihn zur Stadt hinaus stießen und kreuzigten.<br />
Es war in der Nacht vor seinem bitteren Leiden und Sterben:<br />
in dieser Nacht kam er noch einmal mit seinen Jüngern zusammen.<br />
Ich bitte euch aufzustehen!<br />
Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach&#8217;s und gab&#8217;s seinen Jüngern und sprach: &#8222;Nehmt hin und esst! Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.&#8220; Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte, und gab ihnen den und sprach: &#8222;Nehmt hin und trinkt alle daraus! Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr&#8217;s trinkt, zu meinem Gedächtnis.&#8220;<br />
Wenn wir also von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken, dann verkünden wir das Leben, den Tod und die Auferstehung unseres Herrn, bis er wiederkommt vor den Augen aller.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>Gebet:</strong><br />
Gott,<br />
verbinde uns mit dem Leben, dem Tod und der Auferstehung deines Sohnes Jesus Christus.<br />
Sende deinen Geist aus über uns.<br />
Lass es unter uns sichtbar werden, dass du der Gott des Lebens bist.<br />
Sei treu und gib uns den Frieden!</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>Friedensgruß:</strong><br />
Lasst uns einander das Zeichen des Friedens und der Versöhnung geben, indem wir uns die Hand reichen und den Frieden zusprechen: Friede sei mit dir!</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>Vaterunser</strong><br />
[an dieser Stelle singen wir in Ilsede noch &#8222;Christe, du Lamm Gottes&#8220;]<br />
<strong>Austeilung<br />
</strong>[Danke an <a href="http://pickaboo.typepad.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tobi K.</a>, <a href="http://pastorsandy.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sandra</a> und <a href="http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peter</a> für die klasse Zusammenarbeit!]</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>Dankgebet:</strong><br />
Herr, unser Gott,<br />
wir danken dir, dass du uns verbindest:<br />
hier in Erlangen, als emergent conversation in Deutschland und in der ganzen Welt, als deine Christenheit unter allen Völkern. Wir gehören zu dir, wir lieben dich, wir vertrauen auf dich, wir halten Ausschau nach dir, bis du kommst und die Erde erneuerst in Herrlichkeit.<br />
Amen.</p>
<div class="zemanta-pixie"><img decoding="async" class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=cc561ee9-4f66-83cd-9ed7-ed303a819934" alt="" /></div>
<p><!-- /wp:post-content --></p>
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		<title>Wüstenerfahrungen im Alltag</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-meine-theologische-einordnung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 11:23:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Jalics]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Geist]]></category>
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					<description><![CDATA[Kontemplative Übungen - meine theologische Einordnung<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Fbucher%2Fkontemplative-ubungen-meine-theologische-einordnung%2F&amp;action_name=W%C3%BCstenerfahrungen%20im%20Alltag&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class=“querbalken“>Die Posts der Reihe: | <a title=“Rezension“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/gott-schauen-kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics/“>Das Buch</a> | <a title=“Alltagstaugliche Spiritualität“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-1/“>Teil 1</a> | <a title=“Kontemplation ist nicht langweilig“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-2/“>Teil 2</a> | <a title=“Erste Entdeckungen“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-3/“>Teil 3</a> | <a title=“Neue Erfahrungen mit mir selbst“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-4″>Teil 4</a> | <a title=“Akku ist leer“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-5/“>Teil 5</a> | <a title=“Neue Stärke“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-6/“>Teil 6</a> | <a title=“Gute Gefühle und Störungen“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-7/“>Teil 7</a> | <a title=“Die Übungen ziehen Kreise“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-8/“>Teil 8</a> | <a title=“Am Ende eines aufregenden halben Jahres“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-9/“>Teil 9</a> |<a title=“Meine theologische Einordnung“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-meine-theologische-einordnung/“>Theologisches</a> | <a title=“Franz Jalics: Kontemplative Exerzitien“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/franz-jalics-kontemplative-exerzitien/“ target=“_blank“ rel=“noopener noreferrer“>Übersicht</a> |</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><img decoding="async" src="http://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2009/06/JalicsBuchcover-177x300.jpg" alt="" width="177" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-6647" srcset="https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2009/06/JalicsBuchcover-177x300.jpg 177w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2009/06/JalicsBuchcover.jpg 248w" sizes="(max-width: 177px) 100vw, 177px" />Immer wieder bin ich gefragt worden, wie diese Übungen eigentlich mit dem christlichen Glauben zusammenpassen &#8211; manchmal aus echtem Interesse, manchmal vorwurfsvoll und angriffig. Und in der Tat will ich ja auch verstehen, worum es dabei eigentlich geht. Nach inzwischen bald acht Monaten theoretischem und praktischem Sich-Einlassen auf die Übungen sieht meine Deutung so aus:</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>Es geht bei den Übungen um Wüstenerfahrung.</strong> Die Wüste steht für eine Situation, in der Menschen einerseits schutzlos, andererseits in eine Leere versetzt sind: kaum Ablenkungen, wenig bis keine Kommunikation, fern von Kultur und Zivilisation. Ein Großteil der Hilfsmittel, mit denen wir uns das Leben leichter machen, fällt weg. Das Gedankenkarussell im Kopf bekommt von außen keine neuen Anstöße.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">In der Bibel ist die Wüste ein Ort, an dem sich Gott und Mensch auf unerwartete Weise intensiv begegnen: Mose am Dornbusch, Israel am Sinai, Elia am Horeb, Johannes der Täufer und Jesus in der Wüste am Jordan, wahrscheinlich auch Paulus in Arabien (Gal. 1,17). Anscheinend ist die ungeschützte, auf das Einfache reduzierte Umgebung der Wüste besonders geeignet für tiefgreifende geistliche Erfahrungen. Und geistliche Übungen sind ein Stück Wüste im Alltag.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Deshalb sind geistliche Übungen fast immer <strong>Akte der freiwilligen Reduktion</strong>. Fasten sowieso, aber oft geht es auch um geistige Reduktion: Konzentration auf <em>einen</em> Gedanken, <em>ein</em> Wort, <em>ein</em> Bild, den Atem, die Natur. Gleichzeitig freiwilliger Verzicht auf Hilfsmittel, die mit schneller Erleichterung versorgen: Süßigkeiten, TV, oberflächliche Gespräche und Gedanken; aber auch Distanz zum Strom der Gedanken, Fantasien und Pläne, mit dem wir die Illusion aufrechterhalten, wir hätten die Welt im Griff.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Diese <strong>Reduktion soll eine Leere schaffen, die Gottes Geist ausfüllen kann</strong>. Das ist eine neue Sichtweise: Wir müssen Gottes Geist nicht mühsam herbeibitten, sondern wir müssen aufhören, ihn durch unser prall gefülltes Leben zu verdrängen. Gerade der unaufhörliche Gedankenstrom, den wir in uns tragen, ist ein direkter Ausfluss des Sündenfalls: wer sein will wie Gott, muss an alles denken. Er hat Sorgen im weitesten Sinn. Da ist kein Platz mehr für den echten Gott. Jesus wusste, warum er vor den Sorgen warnte.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Direkt bekämpfen kann man diesen Gedankenstrom nicht. Das würde ihn erst recht stärken. Aber man kann die Aufmerksamkeit von ihm abziehen, ihm den Brennstoff nehmen. Man kann die äußeren Anlässe reduzieren.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>Was wird nun aber diesen leeren Raum füllen</strong>, der in den Übungen entsteht? An dieser Stelle bestehen in christlichen Kreisen viele Esoterikängste. Geistliche Übungen gibt es ja in vielen Religionen. Fasten z.B. tun nicht nur Christen. Welchen Einflüssen setzen wir uns dabei aus?</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Ich bin bisher zu einer dreifachen Antwort auf diese Frage gekommen:</p>
<ul style="color: #000000;line-height: 135%">
<li>Erstens trägt die Methode in sich tatsächlich <strong>grundlegende Wertentscheidungen</strong>: sie macht uns in unserem Lebensgefühl weniger abhängig von oberflächlichen Tröstungen, von der Ausbeutung anderer und eben von der Scheinsicherheit der Sorgen. Sie weicht Schutzpanzer auf, mit denen wir Gott abblocken. Wenn andere geistliche Strömungen das auch gut finden: um so besser für sie.</li>
<li>Zweitens hängt die Art der Füllung des leeren Raumes, der bei bei der Übung entsteht, von dem <strong>Gegenstand</strong> ab, <strong>auf den man die Aufmerksamkeit stattdessen konzentriert.</strong> Deshalb richten sich christliche Aufmerksamkeitsübungen auf Gegenstände oder Symbole, die Gott widerspiegeln oder repräsentieren: die Natur (einschließlich des eigenen Körpers), ein Kreuz, eine Ikone, den Namen Jesu. Deshalb ist es auch richtig, diese Zeit ausdrücklich Gott zu widmen und den Heiligen Geist einzuladen.</li>
<li>Drittens wird bei den Übungen <strong>an die Oberfläche kommen, was in einem Menschen schon längst drin ist</strong>. Ein Christ wird deshalb auch bei diesen Übungen von seiner religiösen Grundhaltung (einschließlich seiner Verortung in einer der verschiedenen Fraktionen des Christentums) geprägt sein.<br />
Er wird aber in dieser Zeit möglicherweise auch mit dem Dunklen konfrontiert werden, das er in sich trägt. Der Heilige Geist führte Jesus in die Wüste, damit er sich mit dem Satan auseinandersetzte &#8211; auch wenn der in diesem Fall nicht von innen, sondern von außen kam.</li>
</ul>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Dieses Dunkel in einem Menschen mit dem Licht zusammen zu bringen ist ein weiterer Effekt der Übungen. Jalics nennt das die &#8222;<em>Bereitschaft, Unerlöstes an sich heranzulassen und sich nicht dagegen zu wehren</em>&#8222;. Das ist mit Schmerz verbunden, aber so &#8222;<em>kann es von Christus aufgenommen und erlöst werden</em>.&#8220; Voraussetzung ist also, dass Jesus durch den Heiligen Geist schon in uns wohnt und dann, wenn wir ihm Freiheit dazu geben, sein heilendes Werk in uns tun kann: nicht ohne uns, aber nicht unter unserer Kontrolle. Dies ist ein dem Zungenreden (Glossolalie, Sprachengebet oder wie man es nennen will) vergleichbarer Prozess.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Interessant finde ich in diesem Zusammenhang die Äußerung Jesu über das Fasten in Markus 2,19-20: So lange Jesus bei den Jüngern ist, können sie auf geistliche Übungen verzichten &#8211; die sind schließlich kein Selbstzweck. Passend dazu brauchte das Zungenreden in den ersten Gemeinden keine vorbereitenden Übungen. Die Präsenz des Heiligen Geistes war auch ohne sie stark genug. Aber Jesus kündigt schon in Markus 2,20 eine Zeit an, in der geistliche Übungen wieder dran sind. Und so taucht in Apostelgeschichte 13,2 die Übung des Fastens als Vorbereitung auf den Empfang des Geistes wieder auf.</p>
<p><p class=“querbalken“>Die Posts der Reihe: | <a title=“Rezension“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/gott-schauen-kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics/“>Das Buch</a> | <a title=“Alltagstaugliche Spiritualität“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-1/“>Teil 1</a> | <a title=“Kontemplation ist nicht langweilig“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-2/“>Teil 2</a> | <a title=“Erste Entdeckungen“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-3/“>Teil 3</a> | <a title=“Neue Erfahrungen mit mir selbst“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-4″>Teil 4</a> | <a title=“Akku ist leer“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-5/“>Teil 5</a> | <a title=“Neue Stärke“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-6/“>Teil 6</a> | <a title=“Gute Gefühle und Störungen“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-7/“>Teil 7</a> | <a title=“Die Übungen ziehen Kreise“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-8/“>Teil 8</a> | <a title=“Am Ende eines aufregenden halben Jahres“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-9/“>Teil 9</a> |<a title=“Meine theologische Einordnung“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-meine-theologische-einordnung/“>Theologisches</a> | <a title=“Franz Jalics: Kontemplative Exerzitien“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/franz-jalics-kontemplative-exerzitien/“ target=“_blank“ rel=“noopener noreferrer“>Übersicht</a> |</p><!-- /wp:post-content --></p>
<img decoding="async" src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Fbucher%2Fkontemplative-ubungen-meine-theologische-einordnung%2F&amp;action_name=W%C3%BCstenerfahrungen%20im%20Alltag&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></content:encoded>
					
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		<title>Am Ende eines aufregenden halben Jahres</title>
		<link>https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-9/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Faerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 11:19:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[Kontemplative Übungen nach Franz Jalics - praktische Erfahrungen (9)<img src="//www.walterfaerber.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Fbucher%2Fkontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-9%2F&amp;action_name=Am%20Ende%20eines%20aufregenden%20halben%20Jahres&amp;urlref=https%3A%2F%2Fwww.walterfaerber.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class=“querbalken“>Die Posts der Reihe: | <a title=“Rezension“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/gott-schauen-kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics/“>Das Buch</a> | <a title=“Alltagstaugliche Spiritualität“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-1/“>Teil 1</a> | <a title=“Kontemplation ist nicht langweilig“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-2/“>Teil 2</a> | <a title=“Erste Entdeckungen“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-3/“>Teil 3</a> | <a title=“Neue Erfahrungen mit mir selbst“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-4″>Teil 4</a> | <a title=“Akku ist leer“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-5/“>Teil 5</a> | <a title=“Neue Stärke“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-6/“>Teil 6</a> | <a title=“Gute Gefühle und Störungen“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-7/“>Teil 7</a> | <a title=“Die Übungen ziehen Kreise“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-8/“>Teil 8</a> | <a title=“Am Ende eines aufregenden halben Jahres“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-9/“>Teil 9</a> |<a title=“Meine theologische Einordnung“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-meine-theologische-einordnung/“>Theologisches</a> | <a title=“Franz Jalics: Kontemplative Exerzitien“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/franz-jalics-kontemplative-exerzitien/“ target=“_blank“ rel=“noopener noreferrer“>Übersicht</a> |</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><img decoding="async" src="http://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2009/06/JalicsBuchcover-177x300.jpg" alt="" width="177" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-6647" srcset="https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2009/06/JalicsBuchcover-177x300.jpg 177w, https://www.walterfaerber.de/wp-content/uploads/2009/06/JalicsBuchcover.jpg 248w" sizes="(max-width: 177px) 100vw, 177px" />Der nächste Schritt bei den Übungen besteht darin, dem Atem ein Wort mitzugeben, während man in die Hände horcht. Das war für mich nicht einfach, weil ich zuerst nicht damit zurecht kam, wie ich meine Aufmerksamkeit auf den Atem, das Wort (zu Anfang einfach ein &#8222;Ja&#8220;) und die Hände aufteilen sollte. Erst nach einiger Zeit ging es besser. Andere in unserer Gruppe hatten es leichter.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>2. Juni</strong><br />
Im Mai habe ich gemerkt, dass ich meinen Tagesrhythmus neu gestalten muss. Mir ist deutlich geworden, dass ich morgens nicht nur Zeit fürs Üben brauche, sondern auch Zeit zum Schreiben. Die lange Pause auf diesem Blog musste sein, damit ich Zeit für die Übungen hatte, aber jetzt muss ich beides in meinem  Tagesablauf unterbringen. Auch regelmäßig zu schreiben ist wichtig für mich, weil es die Gedanken klärt und mich zwingt, die Dinge auf den Punkt zu bringen.<br />
Nach einigem Überlegenin den letzten Tagen beginne ich ab heute um 6.00 Uhr mit den Übungen (was bedeutet, dass ich gegen 5.30 Uhr aufstehen muss &#8211; und das gelingt nur, wenn ich am Vorabend rechtzeitig schlafe). Um 6.45 Uhr ist dann die Zeit zum Schreiben für etwa eine Stunde.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>7. Juni</strong><br />
Bisher habe ich meinen neuen Rhythmus durchgehalten. Langsam beginnt er sich zu verfestigen, er kostet keine so große Überwindung mehr. Und ich merke, dass das für mein Verhältnis zu mir selbst wichtig ist: wenn ich es schaffe, das auch gegen Widerstand durchzuhalten, kann ich mir selbst mehr trauen. Ich werde in meinen eigenen Augen vertrauenswürdiger. Mir war noch nicht klar, wie wichtig das ist.<br />
Möglicherweise ist das auch wichtig im Verhältnis zu Gott: vielleicht muss auch er sich von unserer Vertrauenswürdigkeit überzeugen, bevor er uns die Gaben seines Geistes in größerem Maß anvertraut.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>8. Juni</strong><br />
Allmählich habe ich eine Ahnung, wie das mit dem &#8222;Ja&#8220; gehen könnte: auf die Hände achten und schauen, wie das Ja dort ankommt. Es breitet sich aus wie leichte Vibrationen und läuft durch die Arme in die Hände. Laut Jalics soll es helfen, die Energieströme im Körper wahrzunehmen. Es geht also um ein noch sensibleres Lauschen auf das, was da ist.<br />
Übrigens spüre ich jetzt öfter mal Schmerzen im Körper: in den Armen, im Bauch, am Herzen. Sie gehen wieder, wenn ich mich auf die Hände konzentriere.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>10. Juni</strong><br />
Seit zwei Wochen habe ich jetzt (mit 1 Unterbrechung) die Übungen tatsächlich kontinuierlich gemacht. Ein gutes Gefühl.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>11. Juni</strong><br />
Heute verschlafe ich und wache zu spät auf. Im Schnellgang schaffe ich das Üben und Schreiben dann aber doch noch so gerade.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>12. Juni</strong><br />
Ich bin gleich von mehreren Dingen sehr bewegt: ein Buch über Obama, kommende Diskussion im Kirchenkreis über die Zukunft der Volkskirche, das Gemeindefest in zwei Tagen. Schwer, sich dann auch noch auf die Hände zu konzentrieren. Aber ich denke, dass das mich gerade davor bewahrt, den ganzen Betrieb zu wichtig zu nehmen.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>14. Juni</strong><br />
Heute ist Gemeindefest. Ich schaffe es gerade mal, 20 Minuten zu üben. Alle Unregelmäßigkeiten sind immer auch eine Gefahr für meinen noch jungen Rhythmus.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>17. Juni</strong><br />
Wir schauen in unserer Gemeinschaft auf die letzten Monate zurück und erzählen uns, was wir in den einzelnen Untergruppen gemacht haben. Nachdem  die anderen von der Jalics-Gruppe oft hören mussten: &#8222;wir können eigentlich gar nicht richtig erzählen, was wir machen&#8220;, haben wir uns diesmal Mühe gegeben, das Ganze einigermaßen nachvollziehbar zu schildern. Ich hoffe, wir haben das richtige Maß gefunden.<br />
Auch für unsere Gruppe ist das ein Einschnitt: diejenigen von uns, die weitermachen, werden sich in Zukunft nur noch in größeren Abständen austauschen. Möglicherweise gibt es im Herbst aber wieder eine Einführungsgruppe zu den kontemplativen Übungen.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>19. Juni</strong><br />
Heute fahren wir in den Urlaub. Auch das ist eine Herausforderung, unter veränderten Umständen an den Übungen festzuhalten.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%"><strong>25. Juni</strong><br />
Schöner Urlaub, aber gestern habe ich mit den Übungen ausgesetzt. Das ist wie ein Fadenriss, und ich merke, dass ich erst wieder zurückfinden muss. Das Schreiben wird auch seltener, schon allein wegen der erbärmlich langsamen Internetverbindung hier. Aber das ist nicht so schlimm, schließlich habe ich Urlaub.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Damit bin ich in der Gegenwart angekommen. Ich beende erst einmal diese Serie von Erfahrungsberichten. Gelegentlich wird vielleicht etwas folgen, aber dafür müssen erst wieder genug neue Erfahrungen da sein.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">Aus den täglich neuen aufregenden Entdeckungen der ersten Tage ist in diesem letzten halben Jahr ein kontinuierlicher Bestandteil meines Lebens geworden, den ich nicht mehr missen möchte. Er hat auch meinen Umgang mit Menschen, mit meiner Arbeit, mein Verhältnis zu Gott noch einmal gründlich verändert. Und immer noch habe ich das Gefühl, dass ich ganz am Anfang eines Weges stehe, von dem ich kaum ahne, wo er noch hinführen wird.</p>
<p style="color: #000000;line-height: 135%">
<p><p class=“querbalken“>Die Posts der Reihe: | <a title=“Rezension“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/gott-schauen-kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics/“>Das Buch</a> | <a title=“Alltagstaugliche Spiritualität“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-1/“>Teil 1</a> | <a title=“Kontemplation ist nicht langweilig“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-2/“>Teil 2</a> | <a title=“Erste Entdeckungen“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-3/“>Teil 3</a> | <a title=“Neue Erfahrungen mit mir selbst“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-4″>Teil 4</a> | <a title=“Akku ist leer“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-5/“>Teil 5</a> | <a title=“Neue Stärke“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-6/“>Teil 6</a> | <a title=“Gute Gefühle und Störungen“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-7/“>Teil 7</a> | <a title=“Die Übungen ziehen Kreise“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-8/“>Teil 8</a> | <a title=“Am Ende eines aufregenden halben Jahres“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics-praktische-erfahrungen-9/“>Teil 9</a> |<a title=“Meine theologische Einordnung“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/kontemplative-ubungen-meine-theologische-einordnung/“>Theologisches</a> | <a title=“Franz Jalics: Kontemplative Exerzitien“ href=“https://www.walterfaerber.de/bucher/franz-jalics-kontemplative-exerzitien/“ target=“_blank“ rel=“noopener noreferrer“>Übersicht</a> |</p><!-- /wp:post-content --></p>
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